Brainstorm sind für mich zusammen mit Bands wie Symphorce und Rawhead Rexx so etwas wie die jungen Wilden einer neuen Generation teutonischen Stahls. Jenseits von True Jodel Jodel und Schramm Schramm Metal setzen diese Bands auf fette Riffs, kraftvolle Vocals und eine wuchtige Rhythmusbasis. Damit stehen alle drei Gruppen bei mir ganz hoch im Kurs.
Mit dem Vorgänger "Metus Mortis" und einem famosen Gig beim 2003er Blind Guardian Open Air haben sich Brainstorm in den erlauchten Kreis meiner persönlichen Lieblinge gespielt. Früher oder später werde ich mir wohl auch noch den Erstling "Ambiguity" nachkaufen. Beide CDs gibt es inzwischen als Midprice in den Läden zu ersteigern. Doch genug von der Vergangenheit, wenden wir uns lieber "Soul Temptation" zu, das am 30.06.2003 unter anderem als Limited Edition im Digipack mit Bonus Track und Bonus DVD erschien.
Der von Achim Köhler (u.a. Primal Fear, Symphorce und Sinner) produzierte Longplayer wartet mit einer mächtigen Portion Heavy Metal auf. Der Opener "Highs without lows" gibt dabei die Marschrichtung klar vor. Treibende Midtempo Stampfer mit mächtigen Riffs und monumentalen Refrains bilden den äußerst massiven Rumpf der Brainstorm Songs. "Doorway to survive" geht etwas schneller zur Sache, lebt aber auch von einem herrlichen Chorus. Ein sehr dynamisches Riff dominiert "The leaving", doch auch diese Gitarrenparts werden bald von einem genialen Überrefrain erschlagen. Ein äußerst facettenreicher Doublebass Nackenbrecher ("Nunca Nos Rendimos") und eine softe Belanglosigkeit ("Fading") beschließen die erste Halbzeit des Silberlings. Die zweite wird durch das Triple "Trinity of Lust" eingeläutet, das mit dem durchschnittlichen "Shivas Tears" (obwohl: geiler Refrain) beginnt, durch das schnelle und kraftvolle "Fornever" gesteigert wird und in dem Titelsong gipfelt, der den absoluten Überkracher der Scheibe darstellt. "Soul Temptation" ist episch, atmosphärisch und einfach ein vollkommenes Stück geile Mucke. Das schmissige "Dying outside" rockt danach munter durch die Gegend (ihr wisst schon: geiler Refrain), und bei "To the head" gibt es dann endlich mal richtig auf die Fresse. Für meinen Geschmack etwas zu spät. Das absolut geile "Rising", eine epische Metal Hymne der Güteklasse A, bildet den Abschluss der regulären CD.
Brainstorm bieten auf ihrem Album Nummer drei klassischen Power Metal a la Metal Church in einem modernen Gewand. Markenzeichen der Band ist neben dem tonsicheren und kraftvoll charismatischen Gesang von Shouter Andy B. Franck das geniale Powerdrumming von Dieter Bernert, der ein wahrer Meister der Felle und Becken ist. Die Scheibe ist vollgepackt mit geilen Melodien und Mitgröhlrefrains und macht daher von Beginn an enorm Spaß. Ein oder zwei Ausfälle sind vorhanden, das bewahrt mich davor, die Höchstnote zu ziehen. Obwohl mir die getragenen Songs von "Soul Temptation" am besten gefallen, hätten die Jungs ruhig ein oder zweimal mehr so richtig auf das Gaspedal treten können. Trotzdem: Auf dieser CD brodelt es gewaltig. Freue mich auf die Tour im Herbst.
Tracklist:
Lineup:
1. Highs without lows
2. Doorway to survive
3. The leading
4. Nunca nos rendimos
5. Fading - The trinity of lust
6. Shiva`s tears
7. Fornever
8. Soul temptation
9. Dying outside
10. To the head
11. Rising
12. Amarillo (Bonustrack only on DoCD-digipack)
CD 2 : Bonus-DVD, contains the complete `Summer Breeze`-show
8.5 Punkte von Christian (am 30.06.2003)
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musikalischer Background des Verfassers Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
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1. Darkest Era "The Last Caress Of Light"
2. Doomsword "The Eternal Battle"
3. Volbeat "Beyond Hell / Above Heaven"
4. While Heaven Wept "Fear Of Infinity"
5. Alestorm "Back Through Time"
6. Mael Mordha "Manannán"
X Alltime-Klassix Top6
1. Manowar "Into glory ride"
2. Doomsword "Let battle commence"
3. Slayer "Reign in blood"
4. Iron Maiden "7th Son Of A 7th Son"
5. Black Sabbath "Mob Rules"
6. Volbeat "Guitar Gangsters & Cadillac Blood"
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