Mensch, was soll ich von dieser Band nur halten?! Waren doch die Anfangsjahre eine regelrechte Blütenzeit und die Tschechen fingen an, sich richtig zu einem genialen Ostact zu entwickeln und dann kam der Split, aber da erzähle ich ja nichts Neues. Dass das erste Album „Unfortunalety Dead“ der neuen Krabathor-Ära eher schlecht als gut war, ist auch wohl jedem bekannt. Man vermisste einfach die druckvolle Darbietung, die schon bei den Vorgängern vorhanden war.
Vor mir liegt nun der neuer Longplayer und der zweite Streich mit dem Mastermind Speckmann an Board. Leider muss ich feststellen, dass sich nicht viel verändert hat. Diesmal gib es ebenso viele Songs, die sich einfach uneffektiv anhören und nur „langweilig“ wirken, als ob sich nichts getan hätte. Auch wenn 3 Songs aus der Reihe tanzen und mir wirklich Spaß bereiten, so sucht man vergeblich nach den alten guten komplexen Songs, die Krabathor mal auszeichneten. Christopher versucht sich auch gesanglich diesmal zu verändern, was zuerst natürlich als positiv zu werten ist, aber die eingesungenen tiefen Growls im Refrain von „Dissuade truth“ kommen nicht druckvoll rüber und lassen diese Versuche eher im Sand verlaufen. Die einzigen guten Songs, die sich sicherlich auch Live für das Publikum anbieten würden sind: „No out“, „Silence will cover noise“ und vor allem „Saving of mind“, welcher mich sehr an die Riffs vom Six Feet Unders „Victim of the paranoid“ erinnert und dieser einen deutlichen Groove bietet, der schnell zum Bangen animiert. Aus der Sich dieser drei Songs heraus ist diese „Weiterentwicklung“ doch nicht so schlecht, aber ich denke, dass bei Krabathor diese Klasse jedoch nichts nur auf ein paar Songs reduziert bleiben sollte. Klar, es kann sein, dass diese neue Ära genau so bei Krabathor aussehen soll, doch dann müssen uns die Jungs mehr Zeit geben, sich daran zu gewöhnen.
Also knallharte Krabathor Fans der „neuen“ Stunde können sich das Album schon zulegen, da es wesentlich besser klingt als noch der Vorgänger, aber sonst bleibt nur weiterhin zu hoffen, dass sich etwas ändert. Auf jeden Fall werde ich Krabathor noch nicht abschreiben, da mir die alten Platten doch sehr zusagen und meine Hoffnung gebe ich nicht auf, ist schon schwer, wenn man wirklich besseres von den Jungs gewohnt ist bzw. war.
Tracklist:
Lineup:
1. Intro
2. Dissuade truth
3. Dead hate screaming
4. Smell all the stench
5. No one
6. Silence will cover you
7. Burning bridges
8. Face the intruder
9. Who is guilty
10. Saving of mind
6.5 Punkte von Arturek (am 13.03.2003)
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musikalischer Background des Verfassers ...sehr viel
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