Raa Hoor Khuit (Deutschland) "Passage Through Sephiors" CD
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In bester CRADLE-Manier wüten die Ingolstädter mit dem Titelstück gleich richtig los. Bombastisch orchestral wird ein überaus mächtiger Soundteppich von Jochens Keifgesang überlagert (Er klingt in den schnellen, hohen Passagen tatsächlich ein wenig nach Dani von C.O.F.). In den langsameren Abschnitten hat die Musik von RAA HOOR KHUIT für meinen Geschmack aber noch viel mehr Durchschlagskraft. Auch Jochens Stimme kommt 'tief' einfach besser.
'Philosophers Burden' überrascht durch ein fast schon groovendes Riff; Jochen offenbart eine weitere - etwas thrashigere - Variante seiner Stimme. Das Stück hat das gewisse Etwas. 'The Source Of Eternity' ist der erste wirkliche Höhepunkt; atemberaubende Läufe, viele Tempowechsel, mal Spinettklänge, dann poltert wieder rauher Berserker-Black Metal los - Klasse !
'Immortal Twilight Majesty' - klavierbetont melancholisch; Flüstergesang und eine schöne Melodie steigern sich zu einem furiosen Finale, bei dem Jochen stimmtechnisch alles gibt; ebenfalls ein Superstück.
'Unto Perfection' und die restlichen Stücke stehen auf demselben hohen Niveau - allesamt emotional und mit viel Herzblut vorgetragene symphonische Juwelen schwarzer Tonkunst. Hierbei ist 'Aeons Apart' noch besonders hervorzuheben; schöne Wikingerchöre und eine Melodie, die sich sofort festsetzt, werden souverän inszeniert. Bestes Stück auf dem Album.
Das Keyboard ist fester Bestandteil des Instrumentariums und wird gekonnt eingesetzt, ohne daß die Stücke dadurch zu schwülstig oder überladen wirken.
Fazit: RAA HOOR KHUIT haben ein sehr gutes Album abgeliefert und werden, da sie an sich glauben, ihren Weg machen. DIMMU- und CRADLE-Fans können bedenkenlos zuschlagen, wobei 'Passage ...' kein Abklatsch der Werke eben genannter Gruppen darstellt. Im Gegenteil - ich habe sehr viel Eigenständiges entdeckt. So etwas wie einen eigenen Stil wird die Band spätestens bei der nächsten Veröffentlichung finden, da bin ich mir ganz sicher.
Der Sound ist wuchtig und ausgewogen und muß als gut bezeichnet werden.
Einziger Wermutstropfen ist der auf 69 Stücke und viele Leerminuten aufgepumpte Schluß der CD (Anläßlich Stück 37 gibt es nochmals 20 Sekunden durchgeknallte Zugabe und Stück 69 schließlich ist so eine Art Techno-Grindcore - im Prinzip ja ganz nett, aber ich bezweifle, ob irgendjemand Lust hat ständig Stück 69 anzusteuern). Zum wiederholten Male: Was soll das ?
Tracklist:
01. Passage Through Sephiors
02. Philosophers Burden
03. The Source Of Eternity
04. Immortal Twilight Majesty
05. Unto Perfection
06. Leader Of The Blind
07. Aeons Apart
08. Conquest Manifest
09. The Secrets Of Angels
10. Birth Of Immortal Stars
Line Up:
Jochen Böhm - Voice
Mathias Ernst - Drums
Walter Druck - Guitar
Michael Jakumaith - Keys
8.5 Punkte von WARMASTER (am 14.10.2002)
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musikalischer Background des Verfassers Death und Black Metal, 70er-Jahre Rock, Beat
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