Nee Leute, also wirklich...ich bin ganz interessiert herangegangen an diese alten NDW-Hits im neuen Rammstein- Witt- Industrial- Synthiepopmäßigen Gewand, haben sich doch sogar die Stars von damals wie Frl. Menke, Hubert Kah, Geiersturzflug u.v.m. an der Aufnahme der Songs beteiligt. Aber auch wenn man Klängen dieser Art einiges abgewinnen kann, trägt diese Coveridee doch nicht so richtig für ein ganzes Album, das übrigens die Fortsetzung von dem (mir allerdings unbekannten) Sampler „NDW goes Industrial“ zu sein scheint.
Hier lassen sich mehrere Gruppen von Songs einkreisen:
- die, die man früher mochte, gewinnen wenig dazu und verlieren eher an Wirkung, da das oben genannte Soundgewand einfach drübergekippt klingt. So bei „Sternenhimmel“, das in dieser Version seinen ganzen Pep verliert, oder der hier gar nicht mehr so glänzende, auf unheimlich gemachte „Goldene Reiter“,
- die Songs die früher schon furchtbar waren, werden durch den neuen Sound zwar erträglich, so etwa „Knutschfleck“ oder „Kleine Taschenlampe Brenn“, sie eignen sich aber trotzdem höchstens dafür, zu später Stunde auf einer „jeder bringt seine komischsten Platten mit“-Party zum Besten gegeben zu werden,
- und dann noch die besseren bis guten Seiten. „Rock me Amadeus“ ist recht cool geworden, da das Thema „Rock“ hier halt schön rauskommt, wenn auch etwas platt. „Pure Lust am Leben“ erhält eine schön schräge Note, und auch der „Herbergsvater“ ist wirklich gelungen.
Den Rest kann jeder beliebig einsortieren...hängt ja auch sehr vom eigenen Verhältnis zu den alten Hits ab. Was für den einen ein Sakrileg ist, ist für den anderen vielleicht ein Highlight. Es ist bei jedem Coversong die Seven Seals-Note dabei, und dieser Neue Deutsche Härte-Electrosound ist gut gemacht und auch für ein Cover völlig o.k. Allerdings liegt hier jedesmal eine irgendwie ähnliche Idee zugrunde, so dass die Interpretation des jeweils nächsten Tracks meist nicht überraschend klingt.
Fazit: Einzelne Stücke von diesem Sampler würden sich gut als Bonustracks auf einem „normalen“ Album machen, aber in dieser Häufung macht sich beim Hören doch oft Langeweile breit. Vielleicht sind die Stücke hier auch ein wenig dem „Teil 2- Syndrom“ zum Opfer gefallen. Undogmatische NDW- Fans und -Sammler sollten es sich durchaus mal anhören, insgesamt bleibe ich hier aber bei 4 Punkten stehen.
Tracklist:
Lineup:
1. Sternenhimmel
2. Hohe Berge
3. Herbergsvater
4. Knutschfleck
5. Rock me Amadeus
6. Computerliebe
7. Kleine Taschenlampe Brenn´
8. Puppen weinen nicht
9. Kosmetik
10. Ich will
11. Pure Lust am Leben
12. Pogo in Togo
13. Schön sind wir sowieso
14. Goldener Reiter
4.0 Punkte von IlonA (am 01.04.2012)
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musikalischer Background des Verfassers Gothic-, Death-, Doommetal, Rock´n´Roll, 70s...und was mich sonst bewegt von J.S. Bach bis Blackmetal.
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