Medeia (Finnland) "Abandon All" CD
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Ist die Übersetzung für Medeia vielleicht "Auweia"? Wie auch immer: Dieser Ausruf der Unmut befällt mich immer wieder, wenn ich mir das Album "Abandon All" der finnischen Neo Death Metal Band anhöre. Lange habe ich mich mit dieser Scheibe abgerungen. Wochen der Einhörzeit und langsames Rantasten an die Mucke ... und dennoch fürchte ich, reichte es immer noch nicht aus. Oder vielleicht liegts dann doch an mir?
Medeia ist eine dieser Bands, die im Zuge neumoderner Klänge bestenfalls alles einfangen wollen und wirr zusammenschmeißen. Allerdings sind die Songs dann wiederum nicht wirklich technisch anspruchsvoll. Alle Beckenschläge und Highlights kommen immer schön auf die volle Zählzeit und das, obwohl die Band laut Info gerne mit Truppen wie As I Lay Dying oder gar Dillinger Escape Plan verglichen werden möchte. Zur Klasse Letzterer fehlt eindeutig ein Prädikat: Chaos. Das gibts hier nämlich nicht. Vielmehr sind die Songs doch eher straff aufgezogen. Das einzige, was hier chaotisch wirkt, ist der scheppernde Sound, der es leider nicht ermöglicht, den Songs dauerhaft viel abzugewinnen. Die Gitarren klingen mitunter übelst matschig, das Schlagzeug bummert arg mechanisch vor sich hin und am stimmlich wird überwiegend nur gekeift. Großartig Tiefgang gibts selbst in den ruhigen Momenten nicht, wenn Medeia einem mit Clean Vocals und Keyboard Kram zu Leibe rücken. Rein musikalisch ist das Gebotene ziemlich unspektakulär und das Songwriting letzten Endes eher bieder. Aber wirklich schlecht ist es dann auch wieder nicht.
Also: Reinhören, wenn ihr auf neumodernen Metal mit Tendenzen zu Düster Death bzw. Sludge und leichten Pseudo-Prog Anleihen steht. Ansonsten: Flossen von.
Line Up:
Samuli Kuusinen - Bass
Janne Putkisaari - Drums
Pekko Mörö - Guitars
Samuli Peltola - Guitars
Laura Dziadulewicz - Keyboards
Keijo Niinimaa - Vocals
| Tracklist: |
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Lineup: |
1. We All Fail
2. Suffocation Diuturnal
3. The Ultimate Disconnect From Humanity
4. In Motionless Decay
5. The Burning
6. Abandon All
7. Stigmata
8. The Will To Dominate
9. The Undistinguished Name
10. Centurions
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6.5 Punkte von Horst_Sergio (am 10.11.2011)
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musikalischer Background des Verfassers Drummer von Abyss Lord (Death Metal - RIP) / Day Of The Tentacle (Death Metal / Grindcore - RIP), aktuell: Crusher (Old School Speed Metal) hört gern: Metal von zart bis hart: Hardrock, Heavy, True, Speed, Power, Progressive, Thrash, Death, Grind
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