PORTRAIT haben unlängst die Vorlage geliefert, nun legen auch die schwedischen Landsleute von IN SOLITUDE mit „The World, The Flesh, The Devil“ ihre zweite Huldigung an die glorreichen Achtziger vor.
Und die Mixtur aus NWOBHM und Mercyful Fate funktioniert auch hier prima. Konnte das Debüt der Schweden aus Uppsala noch vollauf begeistern, so trifft das auf „The World, The Flesh, The Devil“ zwar zu, aber nicht mehr so bedingungslos wie vor zwei Jahren. IN SOLITUDE’s neuestes Werk ist definitiv hochwertige Kost, und Traditionalisten brauchen sicher keine Bange um ihre Hoffnungsträger haben. Die Band wirkt reifer und nicht mehr ganz so unbeschwert. Natürlich ist es eine schwierige Aufgabe einem so grandioses Debüt einen würdigen Nachfolger nach zu schieben Aber genau diese Mission haben IN SOLITUDE erfolgreich gemeistert, wenngleich „The World, The Flesh, The Devil“ nicht ganz so leicht zu konsumieren ist wie das jüngste PORTRAIT Werk oder eben ihr eigenes Debüt. Man wildert wieder einmal quer durch die Musikhistorie des Traditionellen, Düster morbiden Metals und zaubert dabei ein klasse Werk aus dem königlichen Zylinder. Von Witchfynde über Iron Maiden bis Mercyful Fate reicht die Angebotspalette. Dabei versucht sich das Quintett an mehr kompositorischem Tiefgang und verliert dabei vielleicht etwas an der Eingängigkeit die das Debüt ausgezeichnet hat. Die teils ausladenden Instrumentalpassagen sind geil, ohne Zweifel. Aber anstatt wie beim genialen ’Serpents are Rising’ ein paar mal öfter straight zu Werke zu gehen, pflügt man heuer nur allzu gerne noch ne Zusatzrille ins Vinyl.
Aber gut, dieses meckern findet hier auf verdammt hohem Niveau statt. IN SOLITUDE stehen auch 2011 wieder für geile Melodien und den dunklen Spirit der Achtziger. Dabei schaffen sie es beides perfekt umzusetzen ohne Angst haben zu müssen als Plagiat abgestempelt zu werden. Und mit dem 13 Minuten Rauswerfer ’On Burning Paths’ haben sie ein kleines Opus kreiert, das durchgängig spannend und hörenswert ist und die Band erstaunlich Facetten und Ideenreich präsentiert.
Für den herrlich alten Sound ist übrigens niemand geringerer als Dismembers Fred Estby persönlich verantwortlich, der hier großartige Arbeit abgeliefert hat und dem ganzen den entsprechenden Sound anwachsen hat lassen.
IN SOLITUDE sind Anno 2011 gereifter und glänzen einmal mehr mit einem großartigem Old School Metal Album, wenngleich „The World, The Flesh, The Devil“ ein bisschen die Lockerheit und Unbeschwertheit des Debüts fehlt. Geil ist’s trotzdem….
Fazit: Ein würdiger Nachfolger des tollen Debüt
erhältlich als: CD, LP
Anspieltipps: Serpents Are Rising, On Burning Paths, To Her Darkness
Line-Up:
Pelle Åhman – Vocals
Niklas Lindström – Guitar
Henrik Palm – Guitar
Gottfrid Åhman – Bass
Uno Bruniusson – Drums
Discography:
2009 – In Solitude
2011 - The World. The Flesh. The Devil
Tracklist:
Lineup:
1. The World The Flesh The Devil
2. We Were Never Here
3. Serpents Are Rising
4. Poisoned, Blessed And Burned
5. Demons
6. To Her Darkness
7. Dance Of The Adversary
8. On Burning Paths
8.5 Punkte von Blizzard (am 19.05.2011)
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musikalischer Background des Verfassers NWOBHM; Thrash- / Speed- / Power- / US- / Death- / Doom / Stoner Metal ; Glam / Classic/ Hard Rock & Sleaze,
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