Dass Hannover über lange Jahre hinweg als Hauptstadt der Rockmusik galt, ist nichts wirklich neues. Die Namen solcher Bands wie den Scorpions, Jane, Fury in the Slaughterhouse und Eloy dürften so manch einem Fan die Freudentränen in die Augen schießen lassen. Zu der Gilde dieser Rockbands gehörte auch Victory, die Band, welche aus der Asche von Fargo entstand (bei Fargo zupfte übrigens ein damals noch unbekannter Saitenmeister namens Matthias Jabs einmal die Saiten) und sich auch international einen grandiosen Ruf erarbeiten konnte. Anfangs noch mit dem ehemaligen Sänger von Ted Nugent, Charlie Huhn, am Mikro, erlebte die Band ihre Hochphase mit dem fantastischen Fernando Garcia am Mikro. Lange Jahre war es ruhig um die Band, bis dann 2003 das Comebackalbum „Instinct“ erschien. Wieder mit Charlie am Mikro stellte man schnell fest, dass eine weitere Zusammenarbeit aufgrund der Distanz (Charlie lebt in den USA) keine Zukunft hat. Mit Jioti Parcharidis fand die Band einen adäquaten Ersatz, konnte er doch stimmlich mit seinen Vorgängern ohne Weiteres mithalten. Nach einigen businesstechnischen Umstrukturierungen konnte man mit einem neuen Werk nicht wirklich rechnen, obwohl das Album bereits seit geraumer Zeit fertig war. Die Band hat nun ein neues Zuhause gefunden und veröffentlicht mit „Don’t Talk Science“ ihr finales Werk.
Die Jungs um „Fargo“ Pedder Knorn machen es, ähnlich wie die Scorpions, genau richtig und legen zum Abschluss nochmals ein richtiges Knalleralbum vor. Vergessen sind die Zeiten, in denen nur halbgares Material veröffentlicht wurde. Das Band hat es geschafft, die magischen Momente der frühen Jahre mit aktuellem Zeitgeist zu vereinen, ohne altbacken zu klingen. Die Stärke aber liegt hier eindeutig auf der ausdrucksstarken Stimme von Jioti, der die ganze Bandbreite seiner stimmlichen Fähigkeiten ausspielt. Das alles nützt aber nichts, wenn das Songmaterial schlecht ist und davon kann hier absolut keine Rede sein. Jeder Song zündet und will sich in den Gehörgängen festsetzen. Es zeigt sich wieder einmal, dass die Zusammenarbeit von Tommy Newton, Herman Frank (derzeit Accept) und Peter Knorn dazu imstande ist, magische Momente zu erzeugen. Wer also ein einfach nur gutes Hardrock Album sein Eigen nennen möchte, sollte hier zuschlagen. Danke für viele grandiose Alben in all den Jahren!
Fazit: Alle Zeichen stehen auf „Sieg“.
Tracklist:
Lineup:
1. Restless
2. Speak Up
3. Rock Star
4. Love Kills Love
5. Burn Down The City
6. Down Load Down
7. Right Between The Eyes
8. Blinded By Darkness
9. No Return
10. Victim Of Lies
11. Go To Hell
12. Waiting For The Wind
13. I’m So Excited
9.0 Punkte von Christoph (am 17.05.2011)
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musikalischer Background des Verfassers Melodicrock allgemein, AOR, True Metal, Prog-Metal
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