Jumalhämärä (Finnland) "Resignaatio" CD
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Sperrig, depressiv und zermürbend - so kommt "Resignaatio" daher. Lange habe ich versucht, dieses Album in Worte zu fassen, denn schon seit Wochen schiebe ich dieses Review vor mir her. Bei der Bewertung bin ich mir bis jetzt noch nicht sicher. Ob man nun "Resignaatio" als genial oder unhörbar bezeichnen will, muss wohl jeder für sich selbst herausfinden. Eines ist jedoch sicher: Jumalhämärä haben sich sehr lange Zeit für dieses Debüt gelassen (sie existieren bereits seit 1996) und schufen dadurch etwas vollkommen einzig- und eigenartiges.
Schon der Opener "Ecstasy in Blood - A Ballad" wirkt verfremdend. Durch vordergründiges Schlagzeuggeballer und monotone Riffs entsteht eine seltsame und dichte Atmosphäre. Nur durch genaueres Hinhören erkennt man, dass sich einige Details im Hintergrund abspielen. Das zweite Lied "Storm in Coming" fällt hingegen langsamer aus. Nach einem leicht psychedelischen Beginn wird der Song von stark hallenden, geradezu atonal erklingenten Gitarren dominiert, während man klagenden Gesang von irgendwo aus der Ferne vernimmt.
Die restlichen Lieder folgen dieser langsameren Ausrichtung und sind vor allem durch schleppendes Tempo, hypnotisch-monotonem Drumming und verstörrenden Gitarreneinsatz geprägt. Nicht selten gleichen ganze Songabschnitte eher Klangflächen oder Klangcollagen, als nach "richtiger" Musik zu klingen. Zu diesen Tönen schreit, wimmert und grollt Sänger T. Lind all seine Emotionen hinaus. Das Ganze steigert sich bis zum besonders einnehmenden letzten Track "Of Enlightenment and Righteousness Pt. II", welcher einem akkustischen Rauschzustand gleicht. Die Instrumente verschwimmen und beginnen zu dröhnen, während einem die intensiven Vocals durch Mark und Bein fahren.
Wie man anhand meiner Beschreibung sicherlich bemerkt, bekommt man es bei "Resignaatio" mit einem äußerst destruktiven, geradezu krankem Werk zu tun, dass mich trotz seiner Unzugänglichkeit sehr faziniert. Wie kaputt muss man eigentlich sein, um solche Musik schreiben zu können? Egal, letzendlich liegt die Entscheidung über Wohlwollen oder Abneigung gegenüber "Resignaatio" allein beim Hörer. Alternativen zu diesem Album, welches sich irgendwo zwischen Shining, Fäulnis und Pink Floyd einordnen lässt, fallen mir absolut keine ein. Darum bewerte ich es auch mit "kaufenswert". Denn interessant ist es auf jeden Fall, weswegen ich nur jedem raten kann, sich ein eigenes Bild davon zu machen!
| Tracklist: |
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Lineup: |
1. Ecstasy in Blood - A Ballad
2. Storm in Coming
3. Haul
4. 596
5. Resignaatio
6. Of Enlightenment and Righteousness Pt. II
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7.0 Punkte von Metalrocky (am 16.10.2010)
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musikalischer Background des Verfassers Vor allem deutschsprachiger Black Metal! Ansonsten bin ich offen für alles.
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[ Seit dem 16.10.10 wurde der Artikel 2048 mal gelesen ]
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