Chris Barnes hat das Album selbst produziert, dies war die erste Info, die mir beim Anschauen des Promocovers auffiel. Interessiert und dem Album überaus positiv eingestellt, betätigte ich die Play-Taste...
Nun, ohne lange um den heißen Brei zu reden: Das Album ist enttäuschend, sowohl vom künstlerischen, songwriterischen als auch eben soundtechnischen Gesichtspunkt. Eigentlich kann nur handwerklich nichts bemängelnd werden, was aber wohl selbstverständlich ist... Ich weiß nicht was Chris da geritten hat das Album selbst zu produzieren? Es gibt etliche Negativbeispiele wo eben dies absolut in die Hose gegangen ist. Vor allem im Death Metal der amerikanischen Prägung, wo es auf eine druckvolle und brutale Soundkulisse ankommt, wirken selbst produzierte Alben (wie beispielsweise bei Morbid Angel oder Deicide) absolut kraftlos. An dieser Stelle reihen sich nun auch Six Feet Under ein. Ein weitaus größeres Problem ist aber, dass SFU im Gegensatz zu den oben genannten keine guten Songs (mehr) schreiben können. Alles wirkt extrem vorhersehbar, unmotiviert, uninspiriert und fad.
„Rest In Pieces“, „Somewhere In The Darkness“ sowie das thrashige „Shadow Of The Reaper“ sind immerhin guter Durchschnitt, aber Songs wie „The Poison Hand“ wirken absolut ausgelutscht und gehören nicht auf eine CD gepresst. Ein Paar coole Ideen sind auch auf dem Titelsong zu vernehmen, was aber bei Weitem nicht für ein ganzes Album ausreicht, vor allem bei einer Band mit diesem Status. Was das Album noch wirklich Hörbar macht sind die guten Solis. Den Karren aus dem Mist zu ziehen, vermag dies aber auch nicht. Dafür wirkt „13“ überaus leblos und schnell zusammengeschustert. Nach dem mittlerweile 15-tem (!! ja, man nimmt sich Zeit) Durchlauf, kann ich leider nichts entdecken, was mit dazu bewegen würde dieses Album zum Kauf zu empfehlen..
Es bleibt ein Fader Nachgeschmack. Six Feet Under nutzen sich zusehend ab. Waren die ersten Scheiben der Band wirklich OK, wird es langsam kritisch. Wären SFU eine unbekannte Demoband, gäbe es Verrisse satt. So kommt Barnes & Co. vielleicht noch mit einem blauen Auge davon. Bei uns allerdings nicht ganz – 4 Punkte.
Line-Up:
Chris Barnes - Vocals
Terry Butler - Bass
Greg Gall - Drums
Steve Swanson - Guitars
Tracklist:
01. Decomposition Of The Human Race
02. Somewhere In The Darkness
03. Rest In Pieces
04. Wormfood
05. 13
06. Shadow Of The Reaper
07. Deathklaat
08. The Poison Hand
09. This Suicide
10. The Art Of Headhunting
11. Stump
4.0 Punkte von Tomektor (am 02.04.2005)
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musikalischer Background des Verfassers Death Metal, Experimental, Grind, Doom, Sludge, Hip-Hop, Jazz, Prog in allen Varianten
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