Zwei Jahre nach ihrem durchaus gelungenem, aber (leider) nicht wirklich bei den Fans und Medien besonders erfolgreichen* Debüt „The End of Life“, geht es nun mit „Clinic for Dolls“ weiter im Hause von UnSun.
(*vielleicht auch deswegen nicht mehr nur bei Century Media, sondern beim polnischen Mystic Productions für den weltweiten Vertrieb?)
Auch wenn das Debütalbum bereits im Vorfeld mehr Aufmerksamkeit auf sich zog, weil eben u.a. Mauser (ex-Vader) an der Gitarre oder Heinrich (Vesania) am Bass mitwirken, so gab es für meine Begriffe damals noch den gewissen coolen „neuen“ Touch, den reizvollen Effekt. Neue Gesichter, neuer Sound von bekannten Musikern und ein neuer frischer Wind mit der tollen Sängerin. Dieser Effekt wurde auch der Single und dem dazugehörigen Videoclip unterstrichen. Es gab diese Songs auf dem Album, die man noch heute sofort beim ersten Part auf Anhieb erkennen würde, wie u.a. „Whispers“, „Bring Me To Heaven“ oder „Blinded By Hatred“. Zwar legt „Clinic for Dolls“ stilistisch dort an, wo das Debütalbum aufgehört hat, aber leider zeichnet sich hier nun eher eine kleine gewisse Stagnation ab. Man hat den Eindruck, bzw. dieser wird mir nach einigen Durchgängen vermittelt, dass „Clinic for Dolls“ mit jedem weiteren Durchlauf doch lediglich monotoner erscheint. Die Stimme ist irgendwann doch zu viel des Guten und man sucht (leider!) vergebens nach einem besonderen Song. Okay, wenn man sich anstrengt, dann gibt es da vielleicht noch den Song, den man noch versuchen könnte in diese Ecke zu drängen. Dies wäre „A Single Touch“, welcher aufgrund der Eingangsmelodie und der coolen Keyboard-Klänge noch etwas von einem Single-Charakter bietet. Von daher hätte ich nur diesen Track als auch noch zusätzlich die bereits dafür auch vorgesehen Single/Videoclipauskopplung „Home“ als Anspieltipps parat.
Das Album ist daher ein alltäglich, gewöhnlicher Mix aus Gothic und Industrial Metal, der eben sowohl etwas härtere Züge (u.a. „The Los Way“, „Home“) als auch die sinnlichen Moment („The Last Tear“) bietet. Klar, es ist gut gemachter Stoff, vor allem die Gitarren als auch die Drums überzeugen auf ganzer Linie, aber im Endeffekt wird wohl auch dieses zweite Werk eher in der Masse dieser zahlreiche in der Szene vertretenen und eben vergleichbar klingenden Bands untergehen. Und dabei wohl bemerkt, inklusive der Besonderheit mit dem weiblichen Gesang, die ja mittlerweile keine Besonderheit mehr ist.
Nichts desto trotz, ist UnSun auch mit diesem Album sicherlich etwas für Fans von Mandrake, Lacuna Coil, Delight, Within Temptation und Nightwish.
-> Daher ganz wichtig jetzt – UnSun muss sie sich nun vor dem Publikum, den Fans in den ersten Reihen beweisen! Und zum Glück gibt es schon einige Tourdaten für dieses Jahr, zusammen mit Tristania. Bisher bekannte Termine für Deutschland:
12.10.2010 - Die Röhre, Stuttgart
13.10.2010 - Batschkapp, Frankfurt
14.10.2010 - Markthalle, Hamburg
15.10.2010 - Alte Spinnerei, Glauchau
20.10.2010 - K 17, Berlin
21.10.2010 - Backstage, München
Tracklist:
Lineup:
01. The Lost Way
02. Clinic For Dolls
03. Time
04. Mockers
05. Not Enough
06. The Last Tear
07. Home
08. I Ceased
09. A Single Touch
10. Why
musikalischer Background des Verfassers ...sehr viel
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