Die Electro/Goth Formation The Birthday Massacre aus Kanada melden sich drei Jahre nach ihrem letzten Werk, mit „Pin & Needles” eindrucksvoll in Europa zurück. Die eingängige Mischung aus Gothrock und Synthie Pop, wie er auch in den 80ern klasse hätte punkten können, weiß zu gefallen, macht Lust auf Mehr und sollte in der Szene großen Erfolg haben. Die Kanadier sind mittlerweile nicht mehr aus Dieser wegzudenken und gehören wohl zu den Tonangebenden Formationen in dem Genre. Als sie vor 8 Jahren ihr Debüt „Nothing and Nowhere“ unter die Leute brachten erregten sie schon Aufsehen. Nun, mit ihrem vierten Werk, zeigen sie wohl auch dem letzten Zweifler, wenn es die denn je gab, das es in der teils „ausgelutschten“ Szene immer noch Künstler gibt die es verstehen die Fahne hoch zu halten. Die 11, durchweg hochklassigen Songs, haben zwar „nur“ eine Spielzeit von 42 min, machen aber so viel Freude das man sie gleich nochmal hören muss.
Schon der Opener „In The Dark“ zeigt mit klasse Gitarrenarbeit, welche schon Industrial Charakter besitzen, und schönen Chören welche Richtung die Band verfolgt. Aber auch fast klassische Dark/Rock/Pop Songs wie „Control“ sind zu vernehmen, hier wird man regelrecht zum tanzen eingeladen. Dieser Track sollte die Clubs rocken was das Zeug hält. Genauso sollte es sich mit dem abwechslungsreichen „Shallow Grave“ verhalten, ganz starkes Stück. Beim Titeltrack „Pins & Needles“ gibt es sogar Rammstein mäßige Gitarren zu hören. Nur ein Beispiel wie breitgefächert das Repertoire der Kanadier ist. Nicht zuletzt aber die wunderschöne Stimme von Chibi macht die Songs zu großer Kunst. Sie singt mit großer Hingabe und bezaubert den geneigten Hörer mit ihrer klaren weichen Stimme.
Fazit: The Birthday Massacre verstehen es mit einer Mischung aus harten Industrial mäßigen Gitarren, schönen Synthie Pop Rhythmen, einen großen Schuss Goth Rock/Pop, etwas Darkwave und der wunderschönen Stimme Chibi’s den Hörer in ihren Bann zu ziehen. Die fette Produktion tut ihr übriges, zeigt doch hier(wie auch schon 2007 „Walking With Strangers“) kein Geringerer als David Ogilvie verantwortlich, der schon mit Marilyn Manson, Killing Joke, Skinny Puppy und nicht zuletzt mit Queensrÿche arbeitete. 8,5/10 Punkte
Ich weiß nicht ob die Band aus Toronto auch zu den Eishockey verrückten Kanadiern zählen, aber wenn die dort ansässigen Maple Leafs so Hockey spielen würden wie TBM musizieren, hätte sie wohl alle Chancen auf den Stanley Cup ;) (kleine Anmerkung des NHL verliebten Redakteurs)
Anspieltipp: In The Dark, Control, Shallow Grave, Pins & Needles
Band Webseite: http://www.myspace.com/thebirthdaymassacre , http://www.thebirthdaymassacre.com
Diskografie: (nur Alben)
Nothing And Nowhere – 2002
Violet – 2004
Walking With Strangers – 2007
Pins & Needles – 2010
01. In The Dark
02. Always
03. Pale
04. Control
05. Shallow Grave
06. Sideways
07. Midnight
08. Pins & Needles
09. Two Hearts
10. Sleep Walking
11. Secret
8.5 Punkte von gelal (am 16.09.2010)
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