Die Schweden Watain dürften mittlerweile jedem Black Metaller ein Begriff sein. Nach ihrem starken Debüt „Rabid Death’s Curse“ haben sie bereits die Szene aufhorchen lassen und mit dem Zweitling und Referenzwerk „Casus Luceferi“ sind sie dann auch die Leiter nach oben gestiegen und haben gezeigt wie Black Metal zu klingen hat ohne altbacken oder zu modern zu wirken. Spätestens mit dem 2007er Werk „Sworn To The Dark“ haben sie dann bewiesen dass das alles kein Strohfeuer war, sondern Musik einer Band die 100%ig hinter dem stehen was sie machen und auch 10 Jahre nach ihrem Debüt auf jeglichen Kommerz schei***.
Mittlerweile zählen Watain unter Black Metallern zu den authentischsten Bands der Szene und haben mit ihrem neuen Album „Lawless Darness“ einen weiteren Antichristlichen Wutbatzen auf die Fangemeinde losgelassen. Schon der Opener „Death's Cold Dark“ , der mit einem kurzen finsteren Intro beginnt, zeigt dass das Schweden Trio auch auf ihrem 4 Longplayer nicht vom Wege abweicht und weiter mit infernalischen Blastbeats aufwartet und alles in Grund und Boden brüllt. Auch das nachfolgende „Malfeitor“ geht in diese Richtung und hinterlässt einen ganz starken Eindruck und strahlt, trotz großen Melodie Anteils, viel Kälte und Rohheit aus. Auch das dritte Gemetzel „Reaping Death“ ist ein Ober Kracher und zählt zu den Höhepunkten der Scheibe, man knallt mit großartigem Riffing durch den Song, lässt aber auch an und ab das Gaspedal etwas los. Ein weiterer „Hit“ des Albums ist „Kiss Of Death“, eine fett stampfende Ramme zimmert dir den Song direkt in den Schädel, wo er garantiert hängen bleibt. Mit 14:28 min Länge ist das abschließende „Waters Of Ain“ eine wahre Black Metal Hymne. Hier packen die drei noch mal alles aus was sie im Repertoire haben. Es werden dir klasse Gitarrenläufe und ein wirbelndes Drum Kit genauso präsentiert, wie Melodie, Atmosphäre, Rohheit und Kälte. Nicht zuletzt gibt es hier die ein oder andere Verschnaufpause, in denen die Gitarren gekonnt eingesetzt werden um dich in den nächsten Sturm zu leiten. Trotz seiner Länge wird der Song nicht eintönig und man hat nie das Gefühl das es enden sollte.
Auf der Digi Version und dem limitiertem Boxset gibt’s dann noch ein klasse Death-SS Cover „ Chains Of Death“, gefällt mir persönlich sehr gut.
Fazit: Watain sind im Jahre 2010 mit einem Album am Start, welches klar macht warum sie zur Sperrspitze, und das nicht nur in Skandinavien, des Black Metal gehören. Auch wenn die Platte nicht komplett das Niveau der ersten drei Stücke halten kann, tut es dem Gesamteindruck keinen Abbruch, da man zum Ende erneut mit Übernummern belohnt wird. Über die Fähigkeiten an ihren Instrumenten braucht man wohl nichts zu erwähnen, die stehen außer Frage, und die fette Produktion macht ihr Übriges. Nicht ganz so stark wie die „Casus Luceferi“, aber die Schweden kommen mit „Lawless Darkness“ nah ran. 9/10 Punkte
Anspieltipp: Death's Cold Dark, Malfeitor, Reaping Death, Kiss Of Death, Waters Of Ain
Band Webseite: http://www.myspace.com/watainofficial und http://www.templeofwatain.com
Diskografie: (nur Alben)
Rabid Death’s Curse – 2000
Casus Luceferi – 2003
Sworn To The Dark – 2007
Lawless Darkness – 2010
Lineup:
E – Vocals
P – Guitar
H – Drums
Tracklist:
Lineup:
01. Death’s Cold Dark
02. Malfeitor
03. Reaping Death
04. Four Thrones
05. Wolves Curses
06. Lawless Darkness
07. Total Funeral
08. Hymn To Qayin
09. Kiss Of Death
10. Waters Of Ain
11. Chains Of Death (Bonus Digi und Boxset)
9.0 Punkte von gelal (am 14.09.2010)
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