Whitechapel (USA) "A new Era of Corruption" CD
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Da sind sie wieder, die chartstürmenden Extremmetaller von Whitechapel. Galt schon der Vorgänger "This is Exile" als äußerst erfolgreich (man verkaufte insgesamt 55000 Einheiten), so übertrumpft das für dieses Review vorliegente "A new Era of Corruption" den bisherigen Erfolg um weiten, denn bereits in der ersten Verkaufswoche schlug man auf Platz 43 in den Billboardcharts ein. Auch hierzulande freut die Band zunehmender Beliebtheit und so fragt man sich nach Ursachen für dieses Phänomen. Das Erfolgsrezept ist ebenso simpel wie effektiv: Ausgiebiges Touren und verdammtgeile Songs im Backkatalog brachten Whitechapel dorthin, wo sie heute stehen.
Besonders die rohe Brutaltität sorgte für viele Anhänger der jüngeren Altersklassen. Mit Deathcore hat die Band jedoch wenig am Hut und so stehen Whitechapel auch anno 2010 für wuchtigen Death Metal. Doublebassattacken, groovige Riffs, tolle Gitarrensolos und die tierischen Growls und giftigen Screams von Phil Bonzeman verschmelzen zu einem absoluten Fest für Deathmaniacs. Allerdings bemerkt man schnell, dass die Entwicklung auch vor den Knoxvillern nicht halt macht: Diesmal gestaltet sich die Musik vielseitiger und dynamischer denn je. Es wird nicht nur geknüppelt, so dass zwischen den fetten Riffs oft Raum für gedrosselte Parts und melodische Leads gelassen wurde. In solchen Downtempomomenten erreichen manche Songs durch tolle Gitarrenläufe einen geradezu epischen Charakter. Man löst sich von der gegenwärtigen Schneller/Brutaler/Extremermentalität. Erlaubt ist was gefällt und so machen Whitechapel nicht einmal vor cleanen Gitarren (im absoluten Highlight "End of Flesh" oder dem ungewohnt melodischen "Single File to Dehumanization"), Keyboards (im teils fast Black Metal-artigem "Unnerving) oder kleineren, elektronischen Elementen halt.
Bevor jetzt alte Fans aufhorchen: Ein Großteil des alten Prügelsounds ist natürlich erhalten geblieben und man kann sich dazu immer noch die Rübe abschrauben. Das Ganze kommt jedoch mit einer gewissen Reife daher und wurde wesentlich durchdachter komponiert. Whitechapel entwickeln sich langsam aber sicher von einer Band, der es primär um einen möglichst brutalen Klang geht, zu einer ernstzunehmenden Formation, welche ihr Klangbild durchdacht erweitert und durchaus mehrere Durchläufe benötigt, bis ihre Musik sich vollkommen entfaltet. Und glaubt mir: Songs wie "Murder Sermon" werden mit der Zeit zu echten Monstern! "A new Era of Corruption" ist einfach nur stark und rechtfertigt den Erfolg dieser noch recht jungen Band. An alle Death Metal-Jünger: Reinhören wird hier zur Pflicht!
| Tracklist: |
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Lineup: |
1. Devolver
2. Breeding Violence
3. The Darkest Day of Man
4. Reprogrammed to Hate
5. End of Flesh
6. Unnerving
7. A Future Corrupt
8. Prayer of Mockery
9. Murder Sermon
10. Nercomechanical
11. Single File to Dehumanization
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8.5 Punkte von Metalrocky (am 28.08.2010)
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musikalischer Background des Verfassers Vor allem deutschsprachiger Black Metal! Ansonsten bin ich offen für alles.
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