36 Crazyfists (USA) "Collisions and Castaways" CD
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Siehe da, nach zwei Alben sind die Jungs aus Alaska wieder bei Roadrunner untergekommen. Zum ganz großen Wurf hat es für die stets auf dem Boden gebliebenen 36 Crazyfists bisher ja noch nicht gereicht. Ob es ihnen nun endlich nach 16-jährigem Bestehen mit ihrem fünften Anlauf "Collisions and Castaways" gelingt zu den Top-Acts aufzusteigen, wird sich also noch zeigen müssen.
Der Opener "In the Midnights" macht jedenfalls schnell klar, dass sich an dem Konzept der Band nicht viel geändert hat. Ein kurzes, ruhiges Vorspiel, gefolgt von Metalcore-Attacken und einem eingängigen Refrain - das Stück ist halt typisch für die Crazyfists. Auch der weitere Verlauf des Albums ist durch den ureigenen Mix aus treibenten Metalcore, etwas Rock, nachdenklichen Cleanpassagen und der unverwechselbaren Stimme Brock Lindows mit ihrem leichtem Emoeinschlag gekennzeichnet. Folglich könnte man nun Stillstand vorwerfen, aber sind wirf doch mal ehrlich: Genau für diese Mischung liebt man die Truppe doch, oder? Songs wie das erwähnte "In the Midnights" oder das rockente, singletaugliche "Reviver" funktionieren so einfach wunderbar.
Außerdem, ganz so altbacken klingt nicht alles. Wer genauer hinhört entdeckt schon die ein oder andere Feinheit im Songwriting. Das Instrumental "Long Road to the Late Nights" wirkt daher genauso überraschent wie das komplett cleangesungene "Caving in Spirals", während "Anchors" mit seinen experimentell-verstörten Parts oder das atmosphärische "Waterhaul II" von zunehmente Reife zeugen. Beim wilden "The Deserter" bekommt man es hingegen dank wütentem Riffing und einzelnen Growls mit einem bisher völlig ungewohnten Agressionslevel zu tun.
Klar, ein paar Durchschnittsnummern sind auch dabei, aber im Großen und Ganzen fällt das Album gewohnt gut aus. Alte Fans werden somit bestimmt nicht enttäuscht. Und besser als der meiste Schrott, der heutzutage als Metalcore auf den Markt geworfen wird, ist "Collisions and Castaways" sowieso!
| Tracklist: |
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Lineup: |
1. In the Midnights
2. Whitewater
3. Mercy and Grace
4. Death renames the Light
5. Anchors
6. Long Road to the late Nights
7. Trenches
8. Reviver
9. Caving in Spirals
10. The Deserter
11. Waterhaul II
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7.5 Punkte von Metalrocky (am 23.08.2010)
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musikalischer Background des Verfassers Vor allem deutschsprachiger Black Metal! Ansonsten bin ich offen für alles.
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