Machen wir uns nichts vor, dass 2001er Werk dieser schwedischen Formation war DER Durchbruch. Das Album ist einfach nur genial! Mehr geht eigentlich ja nicht. Selbst nach weiteren unfassbar guten Veröffentlichungen gilt „Blackwater Park“ noch heute zu den besten Werken, die Mikael und Co. zusammengeschustert haben.
„The Leper Affinity“, „Bleak“, „The Drapery Falls“ und natürlich „Harvest“ sind auch heute noch in den Liveshows präsent. Es ist nun mal ein äußerst vielseitiges und ein, wie soll ich es am einfachsten ausdrücken, „besonders wirkendes“ Album (schaut auch auf unser Review von 2001).
Dadurch hätten wir schon mal einiges zum Album gesagt. Aber mir stellen sich trotzdem einige Fragen, wenn ich als reiner Fan der ersten Stunde diese „erneute“ Wiederveröffentlichung des einzigartigen Albums betrachte:
- gemasterte Tracks hin oder her, ist das wirklich notwendig, wenn der Sound sowieso ordentlich gewesen ist?
- vor gerade mal zwei Jahren gab es eine neue Version dieses Werkes!
- vor drei Jahren sogar eine Deluxe Limited Edition in einer schönen Box!
---> also, was soll das schon wieder? Dabei sollte man bedenken, dass „Blackwater Park“ gerade einmal 9 Jahre auf dem Buckel hat!
Versuchen wir also der Sache mal auf den Grund zu gehen:
- okay, der 5.0-Surround-Mix des Albums auf der DVD ist das Geld wert! Coole Idee, aber ehrlich gesagt: für die HighEnd-Freaks gedacht.
- das neue gestaltet Artwork (im edlen Digibook): müssen wir nicht drüber reden, einfach sehenswert. Mal wieder eine geniale Umsetzung von Travis Smith und Mikael.
- der Bonustrack, welcher lediglich einen Livesong darstellt, der zwar „bisher unveröffentlicht“ wurde, ist durchaus okay, aber muss das wirklich sein? Wertet so etwas eine Wiederveröffentlichung auf?
- die Dokumentation „The Making of Blackwater Park“ ist durchaus unterhaltsam, da man die jungen Burschen, damals auch noch mit Martin Lopez (drums) und Peter Lindgren (guit.), in cooler, aber angespannter Studio-Atmosphäre für eine gute halbe Stunde zu Hause betrachten darf (mit englischen Untertiteln). Zudem kommt auch der Produzent Steven Wilson zu Wort und es gibt ein paar kleine Auszüge eines Live-Auftritts, in einem sehr kleinen Club. Auch wenn eine solche Sache eine Veröffentlichung sicherlich aufwertet, wie oft schaut man sich so etwas wirklich an?
- der Grund des 20-jährigen Jubiläums dieser Combo greift nun auch nicht so wirklich für mich, da ich mich als Fan durchaus Frage, warum gerade „nur“ „Blackwater Park“?!
- allgemein betrachtet: die Songs sind auch heute noch einfach nur herrlich, d.h. das Album überzeugt total und verliert einfach nicht an Wert, aber reicht das alles, um erneut eine „andere“ Version von „Blackwater Park“ im Schrank stehen zu haben?
Doch so viel ich auch „meckere“, diese edle Legacy Edition ist für Fans gedacht und diese werden sich durchaus daran erfreuen. Und jeder, der das Album noch gar nicht in seiner Sammlung haben sollte, darf bei diesem Preis/Leistungs-Verhältnis sowieso nicht daneben greifen. Absolut keine Chance, „Blackwater Park“ ist einfach ein ganz besonderes und einzigartiges Album.
Normalerweise würde ich in diesem Fall „ohne Wertung“ das Review beenden. Doch aufgrund dieser ganzen Aufzählung, will ich es mal wie folgt bewerten:
Musik: 9,5,
Artwork-Design: 8,
Bonus-DVD (Doku und 5.0 Mix): 7,
Preis sowie allg. die Idee: 6
= alles zusammen ergibt rein mathematisch (aufgerundet):
8 Punkte!
Tracklist:
Lineup:
CD:
The Leper Affinity
Bleak
Harvest
The Drapery Falls
Dirge For November
The Funeral Portrait
Patterns In The Ivy
Blackwater Park
The Leper Affinity (live)
DVD:
5.0 Audio Mix des Albums (67 Min.)
Doku: "The Making Of Blackwater Park" (35 Min.)
musikalischer Background des Verfassers ...sehr viel
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