HIGHWAY CHILD aus Dänemark sind noch ziemlich jung auf dem Markt, obwohl seit gut 15 Jahren zusammen, firmieren sie erst seit 2005 unter dem Namen und hatten 2007 auf dem Roskilde Festival einen vielbeachteten Auftritt. 2008 erschien dann das Debut „On the old kings road“ an das sie jetzt mit „Sanctuary come” anknüpfen. Die alten Könige sind dabei die Stars der 60er, 70er, 80er …. Queerbeet.
Da ist denn auch für jeden was dabei, der in diesen Zeiten irgendwie verhaftet geblieben ist.
Z.B. bei dem Titeltrack „Sanctuary come” stand förmlich Yoko Ono neben mir (iiih!), so dicht wird hier an John Lennons psychedelische Phase herangespielt. Und bei „Once is once to much“ mußte ich irgendwie an „TAFKAP“ (The Artist Formerly Known As Prince), oder wie der jetzt auch immer wieder heißt, denken.
Die Scheibe stellt Reminiszenssen an diese Zeiten her, wobei die Produktionen durchaus eigenständig sind und es dabei doch schaffen, Retro- Verknüpfungen zu den „Oldies“ herzustellen, als da wären Marc Bolan und T Rex („Turn me on“) oder Led Zeppelin („Born on the run“) – für jeden was dabei!
Hier setzt auch die Kritik an: so technisch und musikalisch sauber umgesetzt die einzelnen Stücke auch sind, sie bleiben individuell. Gut gemacht, aber eine Linie fehlt, hier werden die Facetten der Bands und Musiker im wahrsten Sinne des Wortes „Stückweise“ hofiert. Der Nichtkritiker wird vielleicht sagen: „Gut so – Abwechlungsreich“, der Kritiker kommt mit der Aussage der vorgegebenen Richtung bis hin zum Stoner etwas durcheinander. "When The Sun Burned The Ground" geht da als ein Highligt der Scheibe den Weg des Stoner, quasi als eine Art Session im Abschluß.
Fazit: Schutzige Gitarren, Fuzz, Echo, grummelnde Bässe und knackende Drums garniert mit Klavier und Akkustik- Gitarren, sowie stimmigen Gesang – alles da für den Retrofreund! Dieser sollte getrost mal hineinhören und prüfen, ob er sich mit dem Stilmix anfreunden kann.
Tracklist:
Lineup:
01. Red, White And Blue
02. In The End
03. When The Sun Burned The Ground
04. Sanctuary Come
05. Once Is Once Too Much
06. Turn Me On
07. Dear Girl
08. You You You
09. Take You Down
10. Born On The Run
6.5 Punkte von Matthias (am 15.04.2010)
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