Shit, was ist das für eine coole Scheibe. Obwohl „cool“ das falsche Wort hierfür wäre. Dunkel, erwärmend, komplex und schleppend passt hierzu viel besser.
Warum habe ich mich vorher mit dieser Band noch nie beschäftigt? Das ist genau das was ich aus den guten Zeiten von Bands wie Anathema, My Dying Bride bis hin zu alten Paradise Lost, Cathedral und Saint Vitus so schätzen und letztendlich lieben gelernt habe. Mourning Beloveth verkörpern genau diesen Soundstil, der damals vor allem im britischen Hause Peaceville das A und O darstellte.
Mourning Beloveth wissen definitiv was sie wollen und überzeugen mich auf ganzer Linie, wenn es um schleppenden, tiefen und melancholischen Doom/Gothic in Verbindung mit einer Prise Death Metal geht. Einfühlsame, aber sowohl growlige und cleane Vocals, fließende Gitarren, schleppende midtempo Drums und nichtendentwollende Songs, die nicht so schnell aus dem Kopf und manchmal gar unter die Haut gehen. Das Ganze wirkt wie eine Hypnose, von der man minutenlang nicht so leicht befreit wird. Einzig und allein stört anfangs die kreischigere Stimme, an man sich zwar mit der Zeit gewöhnen kann, aber wen nich ehrlich sein soll, dann ist man doch zu verwöhnt, wenn es sich um gute und charismatische Stimmen aus dem Doom/Death Sektor handelt. Daher wäre dieser Part, für meine Begriffe, noch ausbaufähig. Zum Glück ist die es nicht der einzige Stil des Gesangs auf dieser Scheibe.
Fazit: Ich kann trotzdem jedem diese Scheibe empfehlen, der etwas für Bands der alten guten Doom/Death Zeiten übrig hat. Das soll heißen, wer je eine Peaceville-CD gemocht hat, darf hier blind zugreifen.
Ein echt gutes Stück Arbeit, was die Iren hier abgeliefert haben. Ich merke, dass ich mich doch noch mehr mit dieser Truppe beschäftigen muss.
Treibende und dominierende Melancholie, die lange auf diesem Niveau nicht so zu hören war.
Was zu dieser Scheibe fehlt ist die Gratisbeilage einer Kerze und eines guten Rotweins, aber na ja, das wäre auch zu überspitzt. Doch was einen auf jeden Fall trösten kann ist die Luxus Edition, die mit einer Bonus CD ausgestattet ist. Na also!
Und den Wein und die Kerzen gibt es ja im nächsten Supermarkt.
8.5 Punkte von Arturek (am 02.03.2005)
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musikalischer Background des Verfassers ...sehr viel
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