Israthoum (Niederlande) "Monument of Brimstone" CD
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Man lernt ja bekanntlich nie aus. So bescherte mir die Presse-Info zu ISRATHOUMs aktuellen Output „Monument of Brimstone“ eine neue Bezeichnung für die zweite Welle nordischen Black Metals zum Anfang der 90er. „Norsecore“ ist das Stichwort, das dort gerne für jene Zeit herangezogen wird. Nun, Euronymus dürfte wohl im Grab rotieren, wenn er seine Musik und die seiner Kameraden auch nur ansatzweise mit dem Begriff „Core“ assoziiert hört.
Interessanterweise höre ich aus der Musik von ISRATHOUM auch keinerlei Core-Bezüge heraus. Die einstmals in Portugal gegründete, Ende der 90er nach Amsterdam umgesiedelte und dort teilweise neu besetzte Band klingt ganz klar nach klassisch nordischer Raserei und nichts anderem. „Monument of Brimstone“ wurde bereits letztes Jahr auf dem bandeigenen Label „S.A.R.S. Productions“ veröffentlicht und erfährt nunmehr einen größeren Vertrieb durch die Finnen von Spikefarm. Was darf man aber nun von dem Bernsteinmomument erwarten? Die bereits erwähnte nordische Raserei ist hier eindeutig das Zentrum der Musik ISRATHOUMs: Recht kraftvoller aber kratziger Sound, rasende Gitarren und treibendes Drumming bilden die Basis auf der sich die Screams des Herren Israth bewegen. Doch belanglose Uniformität kann man den vier Mannen dabei keineswegs vorwerfen. Trotz der weitestgehend traditionell gehaltenen Instrumentalisierung und dem meist nicht zu anspruchsvollen Songwriting, scheuen ISRATHOUM nicht vor dem Blick über den Tellerrand zurück. Mitunter weiß das Keyboard durch passende Alleingänge oder gekonnte Ergänzungen genauso zu überzeugen („Soul Funeral“) wie der ab und zu einsetzende helle Klargesang („The Slanderer“). Mit Geschwindigkeitsvariationen und vereinzelt fast dreckig rockenden Ansätzen zeigt sich der Vierer in einem für diese traditionelle Art von Black Metal abwechslungsreichen Rahmen und selbst akustische Folk-Einsprengsel finden ihren Weg in das finstere Geballer („Fire, Deliverance“).
ISRATHOUM bewegen sich somit relativ gekonnt auf dem schmalen Grat zwischen nostalgischer Kopie und Eigenständigkeit. Die genannten Details und die nicht zu kurz kommende Abwechslung machen „Monument of Brimstone“ zu einem im Schwarzmetall überdurchschnittlichen Album, das für Freunde der klassischen Spielart im Stile der Mitt-90er sogar noch mehr sein dürfte.
Line-Up:
Israth – Vocals, Bass
Kald – Guitar
Agramon – Keyboards
Arvath – Drums
| Tracklist: |
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Lineup: |
1. Wearing you
2. Painters of Uncreation
3. Christ Null and Void
4. Soul Funeral
5. The Slanderer
6. My Death Grotesque
7. Fire, Deliverance
8. ... Through the Voices of the Dead
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6.5 Punkte von Gorlokk (am 14.08.2009)
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musikalischer Background des Verfassers Prog Rock/Metal, Post Rock/Metal/Hardcore, Djent, Swedish/Melodic Death, Folklore/Neofolk, Neo-Thrash/Metalcore, Black Metal, Düster-Rock u.v.m.
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