So klingt also ein Ergebnis, wenn sich fünf äußerst exzentrische und gebildete Musiker im Probetraum treffen. Jeder macht sein Ding und dann kommt „Idmen“ von Indukti heraus! So verwirrend die Titel auch sein mögen, so intensiv, verwirrend und voller Überraschungen ist auch deren Inhalt.
In ihrem Heimatland sind sie seit ihrer Gründung im Jahre 2000 durchaus bekannt, erst recht nach dem vielversprechenden Debüt „S.U.S.A.R.“ von 2004, welches ein Jahr später auf die Welt losgelassen werden musste. „Idmen“, der Nachfolger, hat jedoch an Komplexität, Vielfalt und Improvisationsreichtum in nichts eingebüßt. Experimente am laufenden Band.
Schon länger ist mir keine vergleichbar abwechslungsreiche Band, außer vielleicht die kranken Sleepytime Gorilla Museum um die Ohren gehauen bekommen (übrigens, Nils von S.G.M. ist als Gastsänger hierbei vertreten).
Richtig, es ist keine leichte Kost und erfordert nicht nur gewisse Zeit, um sich dem zu widmen, man muss bzw. sollte schon ein wenig Verständnis für diese ausgefeilten Arrangements und die eigentlich im Endeffekt unfassbar gelungene Zusammenführung von Prog Rock, Metal, Jazz, Folk, Tribe, Trip Rock, Sludge Core und World Music. Auch wenn der größte Anteil der Musik sich wohl im progressiven Bereich einordnen ließe. Äußerst innovativ.
…dabei wollte ich es vermeiden, besonders darauf hinzuweisen, dass hier neben einigen Gastsängern und den üblichen Instrumenten auch noch eine Violine, ein Saz, eine Trompete sowie ein Hackbrett (Dulcimer) zum Einsatz kommen.
Da es sich nun mehr oder weniger, um eine „neue“ Band auf dem Markt des Progressive Rock/Metal handelt, möchte ich an dieser Stelle ein paar Bands nennen, die aus meiner persönlichen Sicht korrekt zusammengewürfelt vielleicht als ein gewisser Anteil der Inspiration für diese Musiker bei diesem Projekt gedient haben mögen: Opeth, Voivod, Empyrium, Anathema, Riverside, Neurosis, King Crimson, Tool, Pink Floyd, Sleepytime Gorilla Museum... allein daher habe ich ein gewissen Problem mit der Bewertung: zu komplex für eine 10-Punktebewertung, aber zu ereignisreich und qualitativ wertvoll für magere 6 oder so ähnlich, von daher gibt es von mir 8.
Fazit: Dynamisch, komplex und opulent! Dieses Album ist zeitlos und man braucht verdammt viel Zeit dafür.
Ein Ausnahmewerk von überaus talentierten Musikern. Nichts für schwache Nerven und eigentlich an die äußerst experimentierfreudigen Progfans, der schon ohnehin anspruchsvollen Progressive-Rock-Generation, gedacht.
Tracklist:
Lineup:
01. Sansara
02. Tusan homichi tuvota
03. Sunken bell
04. ...and who's the God now?!
05. Indukted
06. Aemaet
07. Nemesis voices
08. Ninth wave
musikalischer Background des Verfassers ...sehr viel
X Aktuelle Top6
1. Volbeat "Outlaw Gentlemen & Shady Ladies"
2. Nick Cave and the Bad Seeds "Animal X - 7" Record Store Day"
3. Black Sabbath "Under Wheels of Confusion"
4. Nick Cave and the Bad Seeds "Push the Sky Away"
5. Testament "Dark Roots Of Earth"
6. Coma "Don't Set Your Dogs on Me"
X Alltime-Klassix Top6
1. The Doors "alles"
2. Mordor "Prayer to..."
3. Vader "alles"
4. Metallica "bis einschl. Justice for all"
5. Nick Cave & the Bad Seeds "alles"
6. Edge of Sanity/Opeth/Katatonia "fast alles"
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