Zu Beginn in kleineren Bands tätig, fand man sich zusammen, um 2008 ICHOR aus der Taufe zu heben. Die jungen Deutschen machten es sich zum Ziel puren Death Metal mit einigen modernen Elementen aufzupeppen. Bisher veröffentlichte man nur eine Split mit Point of Inflection. Aber 2009 kam man schon bei Bastardized Recordings unter und nun steht das Debut ’The siege’ in den Läden.
Was die Jungs hier raus hauen, stimmt mit der Labelbeschreibung auf alle Fälle überein; Death Metal mit modernen Einflüssen. Es wird auch anständig rüde drauf los geballert. Die Vocals gehen meterweit unter der Erde spazieren und sind definitives Highlight.
Leider wird das dermaßen geile Gegrowle immer wieder durch diese lästigen Screams ’aufgelockert’, die in den letzten Jahren ja so beliebt geworden sind. Vielleicht liegt es ja nur an mir und allen anderen gefällt’s, aber ich finde es nervig ohne Ende. Die verdammten Screams nehmen den Druck komplett aus den Songs, da kann die Mucke noch so schön ballern! Das ging bei Six Feet Under schon nicht, und geht auch bei ICHOR nicht. Tut mir Leid!
Der Death Metal der Jungs weiß durchaus zu gefallen. Blastbeats wechseln sich mit Bolt Thrower-artigen schleppenden und alles niederwalzenden Passagen ab und gehen richtig unter die Haut. Hier und da werden noch ein paar nettes Solos reingestreut, was ’The siege’ wirklich auflockert.
Von den Screams mal abgesehen, liegt das eigentliche Manko bei ICHOR woanders begraben: So geil die Tracks auch aus den Boxen wummern, in dem Moment, in dem man sie hört sind sie leider auch schon wieder aus dem Kopf draußen. Legt man die Platte zwei Stunden später wieder ein, hat man das Gefühl, man hört sie zum ersten Mal. Klingt jetzt zwar nicht schlecht, aber es bleibt einem kaum was ihm Ohr oder Hirn hängen.
Wenn die Jungs noch etwas am Wiedererkennungswert arbeiten und etwas mehr am Ohrwurmfaktor schrauben, könnten sie es aber durchaus schaffen am rauen Death Metal-Terrain länger zu bestehen!
Anspieltipp: Caught in a deathmachine, Suffocate in ecstasy
Tracklist:
Lineup:
01 – Suffocate in ecstasy
02 – Beyond the black gates
03 – Man without a face
04 – Cut off their limbs
05 – Arrival
06 – The siege
07 – A tiny flavour of hatred
08 – Caught in a deathmachine
09 – Hypocrisy
10 – This is my will to kill
6.5 Punkte von Meaningless (am 23.06.2009)
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musikalischer Background des Verfassers Death Metal (bevorzugt SwedenDeath), Thrash Metal, Stoner Rock, Power Metal, Hardcore, Doom Metal
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