Ivory Night (Deutschland) "7 - Dawnof the night" CD
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Trotz eines derzeitig recht komfortablen Abstandes auf einen Abstiegsplatz ist der 1. FC Kaiserslautern für mich dieses Jahr einer der heißesten Kandidaten für die Reise in die zweite Liga. Trösten können sich die Pfälzer nach dem letzten Spieltag vielleicht mit einem Konzert von Ivory Night. Live macht die Musik von den Jungs bestimmt eine Menge Spaß.
Seit sieben Jahren arbeiten Ivory Night an ihrer Interpretation des melodischen Heavy Metal. Erfreut stelle ich fest, dass sie dabei durchaus in der Lage sind, ein wenig in den Arsch zu treten. Als ursprüngliche Einflüsse werden Iron Maiden und Helloween angegeben. Das ist auch durchaus nachvollziehbar. Ein wenig Pretty Maids würde ich auch noch durchgehen lassen. Die Bandbio bietet bisher das übliche. Ivory Night scheinen livemäßig sehr gut unterwegs zu sein und definieren sich laut eigener Aussage auch über eine akkurate Bühnenpräsenz. Das macht sie mir erst einmal grundsätzlich sympathisch. „7 – Dawn of the night“ ist aber gelungen genug, um sich damit einer interessierten Plattenfirma vorzustellen, wenn man sich diesem Joch denn unterziehen will.
Die Spielfähigkeiten der einzelnen Musiker würde ich als solide bezeichnen, soweit man das aufgrund des vorliegenden Silberlings beurteilen kann. Bassmann und Schlagzeug spielen prächtig zusammen. Der Mann an den Fellen und Becken könnte für meinen Geschmack noch etwas mehr tun. Dadurch würde die Musik von Ivory Night noch mehr Druck bekommen. Die Gitarristen bekommen von mir für ihr kompaktes Riffing und ihre exakt eingesetzten Harmonien ein anerkennendes Kopfnicken. Für ihre Solobemühungen gibt es dafür nur ein müdes Lächeln. Hier steckt eindeutig noch Verbesserungspotential. Die Vocals von Gitarrist und Sänger Patrick Fuchs werden in höheren Lagen etwas dünn. Insgesamt hat er jedoch ein kraftvolles und variables Organ, das der Band das nötige Charisma geben kann.
Das Songwriting schwankt zwischen Ausfällen wie der total misslungenen Ballade „My dearest love“ oder der extrem von einen ziemlich bekannten Diamond Head Song beeinflussten „Overture“ und Überhammern wie dem an Helloween erinnernden „Twilight into darkness“ und dem epischen Mammutsong „Mother Earth“. Klasse Tracks, die einen für längere Zeit fesseln können. Etwas tollpatschig verfasste Lyrics trüben die Freude manchmal.
„7 – Dawn of the night“ gesellt sich auch aufgrund der guten Produktion und der wirklich fanfreundlichen Spiellänge zu den Upper Class Demos in meinem Regal. Anhänger der Band sollten unbedingt zuschlagen. Hier bekommen sie einiges geboten. Alle Metaller, deren Herz am Underground hängt und die auf der Jagd nach guten Eigenproduktionen sind, hätten die 10 EUR (zzgl. Versand) ebenfalls gut investieret. Surft einfach mal bei den Jungs und ihrer sehr aufwändigen Homepage vorbei.
7.0 Punkte von Christian (am 16.01.2005)
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musikalischer Background des Verfassers Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
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