Behemoth, um ihren exzentrischen Boss Adam „Nergal“ Darski, sind mittlerweile berühmt und berüchtigt für die Mini-Veröffentlichung zwischen den regulären Alben. Wie bei den polnischen Kollegen VADER, so setzt Behemoth auch auf den Status „Fanfreudlichkeit“. Sind doch diese Mini-CDs/EPs meist mit kostbaren Raritäten als auch überwiegend als Digipacks veredelt.
Seit den Anfängen mit der Bandhistory als die Mini-CDs „And The Forests Dream Eternally“ oder „Bewitching The Promerania” veröffentlicht wurden, weiß Nergal wie es funktionieren muss, wenn man die Zeit bis zum nächsten Output verkürzen sollte. Daher gab es auch schon zu gegebener Zeit die EPs „Antichristian Phenomenon“ inkl. der speziellen Coversongs, „Conjuration“ und schließlich die Knaller-EP „Slaves Shall Serve“ im schönen Digi und Bonus.
Nun folgte am 28. November, also kurz nach der Veröffentlichung des ersten Livealbums, eine längst erwartetet Auskopplung des ewigen Live-Knallersongs (bei einer Show nicht mehr wegzudenken) „Chant for ESCHATON 2000“ vom 99er Album „Satanica“.
Es handelt sich hiermit nun um eine Neuaufnahme des eingängigen und bösen Tracks, welcher nun als „Chant For Ezkaton 2000 e.v.“ gekennzeichnet wurde. Wenn ich ehrlich sein soll, so hat die Originalversion ihren besonderen, eben älter wirkenden Reiz, was auch immer so bleiben wird. Sie ist viel düsterer, dunkler und mit deutlich mehr Samples ausgestattet. Die neue Version klingt mehr nach Behemoth anno 2007. Zwar ist das Stück auch noch sehr aggressiv und düster, was die backing Vocals auch unterstreichen, aber es klingt mehr nach Behemoth von heute. Was die Auskopplung wohl nun erklären würde. Ob ein solches Stück doch wirklich nun so von Nergal auch damals gewollt war, mag ich zu bezweifeln. Aber die Power und die Frische, die dieser Song nach knapp 10 Jahren nun hiermit erhalten hat, sind einfach gewaltig. Er büßt daher an nichts ein und ballert los wie einst. Groove und Klasse! Behemoth sind eine Macht und sorgen immer wieder für Überraschungen.
Es sollte noch erwähnt werden, dass auch mit dieser edlen Digi-EP einige Zusatzsongs präsentiert werden, wobei die ersten vier Tracks bereits bei den Studioaufnahmen zu „The Apostasy“ entstanden sind. Überraschend und jetzt schon kultig erscheint dabei der Coversong „Jama Pekel“ einer tschechischen Undergroudndband der 90er Jahre, bei dem auch als Gäste Big Boss, Igor sowie der, Autor, Dichter, Philosoph und eben langjährige Textverfasser von Behemoth Krzysztof Azarewicz mitgewirkt haben.
Ein weiterer Coversong von The Ramones ist mit „I´m not Jesus“ auch vertreten. Hinzu gesellt sich noch ein brandneuer Track „Qadosh“ – der mich allerdings ein wenig enttäuscht und von daher nicht wirklich überrascht, warum er damals nicht auf das offizielle Album geschafft hat. Worauf ich bei dieser EP auf jeden Fall verzichtet hätte sind die drei Livesongs. Es gibt doch bereits mit „At the Arena Ov Aion – Live Apostasy“ das offizielle Livealbum aus diesem Jahr. Ein Videoclip, ein paar Remixversionen, ein weiterer Coversong oder eben die Originalversion des Titeltracks hätten hier das Ganze weit mehr reizvoller gestaltet. Aber ich will nun gar nicht meckern, schließlich ist das Teil den Machern gelungen. Die Fans werden begeistert sein.
Tracklist:
Lineup:
1. Chant For Ezkaton 2000 e.v.
2. Qadosh
3. Jama Pekel
4. I'm Not Jesus
5. From The Pagan Vastlands (Live)
6. Decade Ov Therion (Live)
7. Chant For Ezkaton 2000 e.v. (Live)
musikalischer Background des Verfassers ...sehr viel
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1. Volbeat "Outlaw Gentlemen & Shady Ladies"
2. Nick Cave and the Bad Seeds "Animal X - 7" Record Store Day"
3. Black Sabbath "Under Wheels of Confusion"
4. Nick Cave and the Bad Seeds "Push the Sky Away"
5. Testament "Dark Roots Of Earth"
6. Coma "Don't Set Your Dogs on Me"
X Alltime-Klassix Top6
1. The Doors "alles"
2. Mordor "Prayer to..."
3. Vader "alles"
4. Metallica "bis einschl. Justice for all"
5. Nick Cave & the Bad Seeds "alles"
6. Edge of Sanity/Opeth/Katatonia "fast alles"
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