Eine Scheibe mit zwei Gesichtern. Die erste Hälfte von „Dreamscape“ rauscht ziemlich an mir vorbei. Doch ab Song Nummer Sieben starten die Hamburger „Tragedian“ richtig geil durch. Kopf der Band ist Gitarrist Gabriele Palermo, der sich von Dio und Fifth Angel beeinflusst sieht. Beides Götter von mir, und dennoch kann ich mich nur zum Teil mit diesem Debüt anfreunden. In dem Teil, der mir gefällt, geht aber so richtig die Sonne auf.
Der dem Intro folgende Opener „Eternal Flight“ ist ein Power Metal Langweiler, wie er im Buche steht. Stehende Akkorde in der Strophe, tausendmal gehörte Melodien und nerviges Keyboard. Die Tastenteppiche von „Turn Back Time“ und dessen aufgesetzt wirkende Gesangslinien machen auch keinen Spaß. „Immortality“ ballert zwar gut los, langweilt dann aber mit den einsetzenden Vocals. Die Double Bass hätte hier einiges rausreißen können, wenn sie nicht genau wie die Rhythmusgitarre ziemlich grottig produziert worden wäre. Komisch eigentlich, denn die Lead Gitarre und der Bass klingen recht geil. Egal, der Refrain dieses Songs ist meines Erachtens auch nicht gerade der Bringer. Klingt mir alles viel zu sehr nach italienischem Melodic Power Metal. Passt ja auch zum Mastermind. Der Titelsong kommt da schon wesentlich besser, wenn auch nicht mitreißend. Dem folgt die obligatorische Ballade, die so überflüssig ist wie Remouladensoße auf Pommes. Sänger Timo Behrens beweist hier klar seine Durchschnittlichkeit, tritt aber immerhin ausreichend kompetent auf. Da habe ich schon wirklich schlimmeres bewerten müssen.
Doch plötzlich geht ein Ruck durch die Boxen. „New Promise Land“ knallt ohne Ende. Endlich Metal! Und „Napoleon“ setzt noch einen drauf, wenn man sich erst einmal durch die Stallgeräusche gekämpft hat. Fett! Power Metal mit Old School Helloween Feeling. Mein Anspieltipp ist „Trials Of Fire“, das irgendwo zwischen Dio und Hammerfall liegt und ein echter Hammersong ist. Hier kommt der Gesang auch richtig geil rüber. Auch das abschließende „Conquerors“, das es danach noch einmal in einer belanglosen Orchestral Version gibt, haut ordentlich auf die Fresse und lässt abschließend doch wonnige Power Metal Gefühle beim Rezensenten zurück.
Sechs Songs sind hier allenfalls was für Genre Fans und der Titelsong geht in Ordnung. Damit ist etwas mehr als die Hälfte von „Dreamscape“ nicht unbedingt eine Offenbarung. Die Songs 7 bis 10 sind aber so dermaßen geil, dass ich hier dennoch eine Kaufempfehlung ausspreche. Bitte beim nächsten Album mehr in diese Richtung.
Tracklist:
Lineup:
1. Tartarus
2. Eternal Flight
3. Turn Back Time
4. Immortality
5. Dreamscape
6. Broken Dreams
7. New Promise Land
8. Napoleon
9. Trials Of Fire
10. Conquerors
11. Conquerors (Orchestral)
6.5 Punkte von Christian (am 21.11.2008)
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musikalischer Background des Verfassers Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
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1. Darkest Era "The Last Caress Of Light"
2. Doomsword "The Eternal Battle"
3. Volbeat "Beyond Hell / Above Heaven"
4. While Heaven Wept "Fear Of Infinity"
5. Alestorm "Back Through Time"
6. Mael Mordha "Manannán"
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2. Doomsword "Let battle commence"
3. Slayer "Reign in blood"
4. Iron Maiden "7th Son Of A 7th Son"
5. Black Sabbath "Mob Rules"
6. Volbeat "Guitar Gangsters & Cadillac Blood"
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