Unter dem Namen MOURNING RISE wirft ein ostdeutsches Künstler-Konglomerat seine neue Mini-CD mit dem Titel „Five Ways to illuminate Silence“ unters Volk und präsentiert einen genauso ungewöhnlichen, wie auch interessanten Ansatz: Man will sich dem Aspekt der Trauer durch einen „belebenden Kontrapunkt“ nähern und schwarzen Humor und Zynismus in seine Musik einbinden.
Dieser Ansatz wird in der Tat auf „Five Ways to illuminate Silence“ recht überzeugend umgesetzt. Den fünf Songs hört man dabei diesen ironischen Unterton sowohl in den Texten, als auch in der wilden Genre-Mixtur an, die MOURNING RISE hier anbieten. Unter der vielleicht halbwegs treffenden Bezeichnung „Dark Avantgarde Progressive Rock/Metal“ möchte ich diesen 24-Minuten-Cocktail mal umschreiben, der neben den vorherrschenden Prog- und Avantgarde-Einflüssen z.B. durchaus auch Elemente des Gothic und Death Metal bereithält. Kein Wunder, wenn man sich die Besetzung des Projekts einmal zu Gemüte führt: Hier trifft man neben den „Haupt-“Musikern auch auf Gastmusiker der DARK SUNS (Prog-Metal), deren Niko Knappe sich für den Gesang mitverantwortlich zeigt, sowie Mitglieder der NUKE EASTERN PLOT (Alternative/Prog-Metal), GRABAK (Black Metal) und NEUN WELTEN (Folklore).
So scheut man bei einer solchen Besetzung folgerichtig auch auf dem Scheibchen wirklich keinen Schritt über Genre- oder Verständnisgrenzen der geneigten Zuhörer. Zugegeben: Anfangs mag einen die Reichhaltigkeit der dargebotenen Stile vielleicht erschlagen oder die bisweilen abgefahrene, dann plötzlich wieder wunderschön harmonische Atmosphäre mag verwirren; Doch wie bei jedem guten Album, das sich durch viel Experimentierfreudigkeit und neue Ideen auszeichnet, entfaltet auch „Five Ways to illuminate Silence“ seinen – etwas schrägen, aber sympathischen – Charme mit der Zeit, die man den fünf gebotenen Songs bereits ist zu geben.
MOURNING RISE präsentieren mit ihrem Debut einen avantgardistischen Ausblick auf Grenzland zwischen vielen verschiedenen Stilen und mit einem mutigen Blick gen unentdeckte Weiten. Hoffentlich werden sich die Leipziger in Zukunft nicht genau dort verlieren, sondern unbeirrt ihre musikalische und thematische Gradwanderung fortsetzten. Eine gute Basis hierfür ist mit „Five Ways to illuminate Silence“ definitiv geschaffen!
Tracklist:
Lineup:
1. Dead Notes
2. Leaves
3. Hieroglyphic Idiocy
4. Katharsis
5. Scouting High Ways
musikalischer Background des Verfassers Prog Rock/Metal, Post Rock/Metal/Hardcore, Djent, Swedish/Melodic Death, Folklore/Neofolk, Black Metal, Neo-Thrash, Pagan Metal, Düster-Rock u.v.m.
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