Nachdem Rob Halford Anfang 1992 bei Judas Priest seinen Hut nahm, formierte er seine eigene Band FIGHT mit der er drei Alben aufnahm, bevor er im Anschluss Halford formierte. Das gesamte Schaffen des „Metal God“ mit FIGHT ist nun als Boxset unter dem Namen „Into the Pit“ erhältlich.
Die Box enthält alle drei Studioalben und die Bonus DVD „Live in Phönix“. Die Studioalben wurden alle von Jay Z. (u.a. Bruce Dickinson, Judas Priest) „Remixed und/oder Remastered“.
CD 1 enthält mit dem Debütwerk „War of Words“ (von 1993) auch gleich das stärkste aller drei FIGHT Alben. Musikalisch bewegt man sich irgendwo zwischen traditionellem Metal, gespickt mit Thrash Metal Anleihen und Pantera Schlagseite. „War of Words“ enthält mit „Into the Pit“, „Nailed to the Gun“ oder dem Titeltrack einige Hochkarätige Songs, ohne dabei den Rest abwerten zu wollen. Denn wirklich schwache Songs gibt’s auf „War of Words“ eigentlich nicht.
Einfach ein Starkes Album.
„War of Words“ wurde extra für diese Box Remixed und Remastered.
CD 2 namens „Mutations“ (aus 1994) ist mehr eine EP, denn ein vollwertiges Album. Ursprünglicher Sinn der Veröffentlichung war die Radiopromotion der FIGHT Worldtour 1993 / 1994. „Mutations“ ist eine Compilation aus Live Songs – incl. dem Priest Klassiker „Freewheel Burning“ - und,durchaus hörbaren, guten Remix Versionen diverser „War of Words“ Songs wie z.B. „Kill it“ oder „Immortal Sin“.
Ein seinerzeit sicherlich „zweckdienlicher“ Release der durch die Limitierung auf 5000 Einheiten eine Aufwertung, gerade in Sammlerkreisen, erfuhr. Aus heutiger Sicht würde ich die Remixversionen als gelungenes Experiment, die Live Songs als gut verdaubare Kost betrachten.
„Mutations“ wurde extra für diese Box nochmals Remastered.
CD 3 enthält das letzte Werk „A Small Deadly Space“ von 1995, das den (musikalischen) Abgesang von FIGHT einläutete. Stilistisch versucht man den fruchtbaren (Sound)Boden der Neunziger mit altbekanntem zu kreuzen, scheinbar um irgendwie Eigenständigkeit zu kreieren. An sich eine gute Idee, aber geklappt hat das nur bedingt. Die Pantera Anleihen verschwinden nahezu komplett zugunsten „modernerer“ Mitt - Neunziger Sounds. Versteht mich nicht falsch, „A Small Deadly Space“ ist beileibe kein schlechtes Album, aber trotz aller Bemühungen klingt die Scheibe nur nach durchschnittlichem, altbekanntem. Richtige Ohrwürmer fehlen leider. Nur „Legacy of Hate“ kann dieses Prädikat ansatzweise erfüllen. Insgesamt ist die Scheibe OK, aber ohne den gewissen „Aha“ - Effekt.
„A Small Deadly Space“ wurde extra für diese Box Remixed und Remastered.
Die DVD „Live in Phoenix“ enthält eine Show aus Phoenix, Arizona vom August 1993, die auch schon als Ein-Kamera Mitschnitt in Bootlegger Kreisen kursierte. Hier gibt’s nun den offiziellen Mehr-Kamera Mitschnitt. Der ganze Gig wurde für „Into the Pit“ nochmals restauriert und überarbeitet. Das ganze Konzert kommt dadurch Sound und Bildtechnisch recht ordentlich rüber, und zeigt FIGHT bei einem ihrer ersten Clubshows überhaupt. Darüber hinaus gibt es den üblichen Bonusteil mit Studioeindrücken, Interviews, Photogalerie, und den Metal God beim Bungee Jumping etc.
„Into the Pit“ kommt in der Erstauflage als nummerierte Digi-Pack Edition (5000 Einheiten) mit Original Halford Autogramm, und 24-seitigem Booklet mit Linernotes zu den Alben, unveröffentlichten Fotos usw. auf den Markt.
Fazit:
„Into the Pit“ ist eine sehr gut aufgemachte Box, und stellt eine überaus lohnenswerte Anschaffung - für denjenigen der noch keine Fight Scheiben in seinem Besitz hat - dar.
Bonusmaterial in Form von neuem Songmaterial findet man auf „Into the Pit“ nicht. Daher muss sich jeder, der die Fight Discographie schon sein eigen nennt, fragen ob eine Live DVD und soundtechnisch aufpolierte CD’s Kaufanreiz genug darstellen.
Tracklist:
Lineup:
01. CD „War of Words“ Remixed & Remastered
02. CD „Mutations“ Remastered
03. CD „A Small Deadly Space“ Remixed & Remastered
04. DVD „Live in Phoenix“
musikalischer Background des Verfassers NWOBHM; Thrash- / Speed- / Power- / US- / Death- / Doom / Stoner Metal ; Glam / Classic/ Hard Rock & Sleaze,
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