Das Leben ist hart in Los Angeles, das wissen wir nicht erst seit BODY COUNT. Doch keine Angst: Die neue Scheibe „The Damned, The Shamed“ von TERROR hat abgesehen vom Ursprungsort nicht viel mit dem Metalprojekt von Ice-T zu tun. Stattdessen wird hier in bester Manier kräftiges Geballer geboten, das Fans von HATEBREED das Herz höher schlagen lassen dürfte. Aggressiv und direkt wird typische Hardcore-Straßen-Philosophie in einem musikalischen Gewand geliefert, das gekonnt das Härteste des Metals mit dem Härtesten des Hardcore verbindet – Härte² quasi. Dabei treffen bretternde Metalriffs auf hymnenartige Mitgröhlparts und aggressive Hardcore-Shouts; Bisweilen verirrt sich sogar mal ein melodisches Lead oder ein kleines Gitarrensolo in die Songs und selbst vor einer ruhigen Einlage unverzerrter E-Gitarrenklänge schrecken die fünf Amis nicht zurück.
Die immer wiederkehrenden Refrains zum Mit-“Singen“, die textliche Richtung von TERROR und die reichlich vorhandenen Ruder- und Pogoparts in den 13 Songs machen indes jedoch jedem klar, wo die Band ursprünglich herkommt. Bestes Beweismittel sind da Songs wie „We are the Lost”, „Never Alone“ und „March to Redemption”, die eine klare musikalische Sprache sprechen und verdeutlichen, dass hier Hardcore mit Metal gespielt wird und nicht umgekehrt. Genregerecht findet sich daher auf der Scheibe auch kein einziger Song, der eine Spiellänge von mehr als drei Minuten vorweisen kann und so ist der Spuk nach einer halben Stunde leider schon wieder vorbei. Dass das neue TERROR-Machwerk aber trotzdem kein Hardcore-Album von der Stange ist, beweist wohl nicht zuletzt, dass mir das Album wirklich gut gefällt, obwohl ich mit Hardcore normalerweise nicht viel anfangen kann!
„The Damned, The Shamed“ ist ein Album wie eine Straßenschlägerei geworden: Fies, direkt, irgendwie befreiend und schnell wieder vorbei - Man muss allerdings drauf stehen.
Tracklist:
Lineup:
1. Voice of the Damned
2. Relentless Through and Through
3. Betrayer
4. Rise of the Poisoned Youth
5. Never Alone
6. What I Despise
7. Let Me Sink
8. Feel the Pain
9. Lost Our Minds
10. March to Redemption
11. Crush What's Weak
12. Still Believe?
13. Suffer, to Return Harder
musikalischer Background des Verfassers Prog Rock/Metal, Post Rock/Metal/Hardcore, Djent, Swedish/Melodic Death, Folklore/Neofolk, Black Metal, Neo-Thrash, Pagan Metal, Düster-Rock u.v.m.
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