Second Heat (Schweden) "Second Heat" CD
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Second Heat kommen aus Schweden und spielen klassischen Melodicrock skandinavischer Prägung. Gegründet wurde die Band im Frühjahr 2004 von „Alyson Avenue“ Mastermind Niclas Olsson und Sänger Thomas Bursell. Die beiden kennen sich bereits seit 10 Jahren und wollten schon lange etwas Gemeinsames machen. Mit Patrik Svärd (Alyson Avenue & Cloudscape) an der Gitarre, Thomas Löyskä (Alyson Avenue) am Bass und Roger Landin (Ex-Alyson Avenue, Cloudscape) an den Drums hat man schliesslich die geeigneten Mitmusiker gefunden und schon sollte das Ganze starten. Aus der anfänglichen Idee eine Mischung aus Giant, Fair Warning und Firehouse zu spielen, entwickelte sich jedoch schnell ein eigener Stil. Waren mir die Alyson Avenue Releases, auch aufgrund der Vocals von Anette Blyckert, zu soft ausgefallen und haben mich immer wieder auf einen „Übersong“ hoffen lassen, so geht es hier gleich ordentlich zur Sache. Mit „Anything but love“ haben die Schweden gleich ein Highlight am Anfang des Albums und der Song lässt aufhorchen. Einiges an Härte zugelegt und mit grossem Riffing startet die Band in ein Album, welches teilweise schon fast progressive Elemente („Never surrender“) aufweisen kann. Angenehm fällt auf, dass der Gesang und auch das Songwriting sich stets auf einem sehr hohen Niveau bewegen und niemals langweilen. Hier kündigt sich ein grosses Talent an. Progressive Versatzstücke entdeckt man auch im nächsten Song „Breath of gold“, der mit seinen vertrackten Strukturen zu gefallen weiss. Weiter geht’s mit „Chained“, der seine Wurzeln eindeutig in den Achtzigern hat und mit einem tollen Chorus aufwartet. Über allen Songs „thronen“ die Keys von Niclas Olsson, die jedoch keinen Song in Weichspül-Pfade abdriften lassen, sondern immer songdienlich daher kommen.
Dass man sich als Band versteht, zeigt der Vertrag über 3 Alben, den die Band kürzlich bei AOR-Heaven unterschrieben hat und so lässt es auf weitere grandiose Releases hoffen. Geht’s in dem Stil weiter, sollte der Band auf jeden Fall eine sonnige Zukunft ins Haus stehen.
Fazit: Ein grandioses Album, das keine Langeweile aufkommen lässt und jetzt schon als ein kleines Highlight des Jahres 2004 gelten darf.
Tracks:
1. Anything but love
2. Naked flame
3. Never surrender
4. Breath of gold
5. Chained
6. Deep blue sky
7. Someday
8. After you’re gone
9. Eyes of fire
10. What am I gonna do
8.5 Punkte von Christoph (am 26.10.2004)
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musikalischer Background des Verfassers Melodicrock allgemein, AOR, True Metal, Prog-Metal
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