Slowpoke (Schweiz) "Slowpoke" MCD
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Weitere Infos zu Slowpoke: |
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Ich habe mich lange gefragt, ob dieser Bandname aufgrund seiner Bedeutung bewusst gewählt wurde oder einfach nur ausgesucht wurde, weil er „cool“ klingt. Jedenfalls hat sich die Band damit ein schönes Eigentor geschossen, denn SLOWPOKE bedeutet auf deutsch LANGWEILER. Ob absichtlich oder nicht, damit liefern die Schweizer selbst gleich eine treffende Beschreibung ihrer Musik.
In der recht dürftigen Bandinfo ist die Rede von druckvollem Rock mit Einflüssen aus dem Stoner Rock und Hard Rock. Also während des Hörens war nur eine Sache druckvoll, nämlich die Betätigung der Skip-, Stop- und Eject-Tasten meinerseits.
Der hier gebotene zugegebenermaßen recht schroffe Rock schleppt sich mühsam von Song zu Song und nur selten lässt einen der ein oder andere Part (z. B. bei „Easy Rider“ und „Age Of Limit“) kurz aufhorchen, bevor man wieder gegen Drang ankämpft auf Durchzug zu schalten.
Die Instrumentalfraktion erinnert mich an so manch junge Schulcombo, die in der Aula im Rahmen eines Schulfestes die Möglichkeit bekommt, den komplett versammelten Pennälern ihre ersten Kompositionen zu präsentieren. Gute Ansätze sind ohne Frage vorhanden, allerdings müssten sie noch ein ganzes Stück entwickelt und vor allem lebendiger werden. In puncto Riffing und Melodien verlässt sich die Band auf belanglose Rockstandards, die gerade bei gedrosseltem Tempo gequält und aufgesetzt wirken.
Nun ist nichts dagegen einzuwenden, wenn auf einer Veröffentlichung nicht gerade ein Feuerwerk an guter Laune abgebrannt wird, aber dass es bis zur Lethargie ausartet, muss nun auch nicht sein.
Gerade der Gesang kommt vollkommen lustlos daher. Das einzig Angenehme ist, dass dieser schön rauchig klingt, aber ansonsten schmettert Sänger und Gitarrist Dani lediglich einen einschläfernd monotonen Singsang ins Mikro.
So ähnlich unmotiviert die Musik dargeboten wird, klingt auch die grammatikalisch und orthographisch nicht ganz einwandfreie Bandbio:
„Was uns aber immernoch fehlte war ein passender Bandname. Nach langem herumstöbern in Wörterbüchern und diversen Lexiken, entschieden wir uns für den Namen "Slowpoke", welcher nicht gerade in jedem Begeisterung hervorrief. Doch wir hatten keine Lust mehr noch länger zu überlegen wie wir uns nennen könnten.“
Eine interessante Herangehensweise, wie ich finde. Diese Borniertheit schlägt sich gut hörbar in den Songs von SLOWPOKE nieder. 2.5 Punkte von Arne (am 29.02.2008)
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musikalischer Background des Verfassers Anfänge mit 80er Heavy- und 90er Death-Metal, inzwischen findet auch alles jenseits des metallischen Paralleluniversums bei mir Gehör
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