Es rumort im finsteren Doom-Bereich. Was da mit Grivf aus dem dänischen Unterholz hervorkraucht, bewerkstelligt es gekonnt, dem Funeral/Drone Doom-Genre wahrhaft neue Impulse zu verleihen. Auf „Yggdrasil“, das das Projekt beim sonst eher auf Pagan und Black Metal spezialisierten Label Det Germanske Folket herausbringt, verschmelzen archaischer, nordischer Folk und gewalttätig dröhnender, schleppender Doom zu einer faszinierenden Angelegenheit. Optisch gänzlich den Runen und nordischen Symbolen verhaftet, besingen Grivf die Edda, zitieren in jedem der fünf überlangen Songs Passagen aus dem Referenzwerk nordischer Dichtkunst und lassen in vielen gesprochenen Passagen Urnordisches zum Ausdruck kommen. Das klingt nicht neu, wird auf „Yggdrasil“ aber durch ausbleibende Chöre oder schwarzmetallische Attacken zu etwas Eigenem, Neuem. Dumpfe Tom-Schläge bestimmen über weite Strecken das Feld der Percussions, überlassen rhythmische Takte anderen bands und konzentrieren sich stattdessen auf abgrundtief verzweifelte Stimmungslagen. Zäh wälzen sich die brummenden Gitarren durch die nordische Mythologie, boshaft und beängstigend krächzt und growlt sich Einzelkünstler Isar durch das Programm. Natürlich ist der Sound roh, anders würden die Stücke aber auch nicht wirken. Zwischen dunklem Folk, schleppendem Funeral Doom und fies-tiefen Drones entsteht so ein Album, das ungemein Atmosphäre aufbaut, wenn wohl auch noch nicht alles an Können aus Isar herausgekitzelt wurde. Das, was wir auf „Yggdrasil“ zu hören bekommen, ist allerdings bereits ein verteufelt intensiver Folk Doom-Brocken (wunderbar, ein neues Genre) gelungen, der durch schamanische Monotonie und hypnotische Soundstrukturen schnell gefangen nimmt. Ein echter Geheimtipp!
Tracklist:
Lineup:
01. Helfarer
02. Ask
03. Mirmirs Wisdom
04. Words Of The Elders
05. Naar Alt Fryser Ind
8.0 Punkte von Björn Springorum (am 13.02.2008)
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musikalischer Background des Verfassers Ganz klar aus dem frostig-kalten Black Metal kommend, jedoch ist eine starke Tendenz zu elektronischen Klängen harscher Natur und folkigen Klängen überaus sanfter Natur zu erkennen...fügt man nun noch eine Prise Yann Tiersen dazu...voila!
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