Immortal Rites (Deutschland) "For Tyrant's Sake" CD
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Eingängiger Schweden-Elchtod mit Melodie und einem Hauch Viking ist im Zeitalter des märchenhaften Aufstiegs von AMON AMARTH mehr als angesagt und genau dieser Nische im hart umkämpften Death-Metal-Markt haben sich die Teutonen von IMMORTAL RITES mit ihrem zweiten Full-Length-Album verschrieben.
Das ist dann aber gleichzeitig auch sofort wieder die Spaßbremse Nummer eins, denn man übertreibt es mit den melodischen Amon-Amarth-Gitarren mehr als nur ein klein wenig, ohne dabei aber auf der anderen Seite genügend Potential vom Songwriting her mitzubringen.
So wartet man Track für Track auf das berühmte Aha-Erlebnis – die Melodie oder das Überriff, wo man sagen würde: „Boah !! – Das isses !“
Dieser Kick kommt dann aber nicht, denn leider versandet man mit den meisten Songs irgendwo im „Gähn-habe ich alles schonmal irgendwo gehört-Nirwana“.
Alle Stücke klingen irgendwie nicht richtig durch- bzw. fertigkomponiert und der cleane Gesang zwischendurch (beispielsweise bei Source Code @ Converter’s Day) hat mich schon beim ersten Durchlauf ziemlich genervt.
In demselben Song tun dies (Nerven !!!) dann übrigens auch noch die stark fiependen Gitarren ...
Man mag jetzt einwenden, das sei eben schlicht und einfach der Stil von IMMORTAL RITES und sehr wahrscheinlich ist das schlicht und einfach auch so, aber das reicht dann eben schlicht und einfach nicht mich verwöhnten Metal-Konsumenten vom Hocker zu hauen, geschweige denn vom Sofa, wo ich meine Rezensionssitzungen einfach, schlicht und meine Single Malts stets in Reichweite abzuhalten pflege.
Und auch der Sound dieses etwas zwiespältigen Albums ist ein klein wenig merkwürdig; stellenweise klingt es etwas verzerrt und leicht blechern - das sind zwar nur Nuancen, aber die setzen sich eben fest ...
Anspieltip ist das fesselnde verschleppte und mit einem Ohrwurmrefrain daherkommende Killing Star Species. Der Song ist strenggenommen sogar ein kleiner Hit - es geht doch !!!
Fazit: Irgendwie bin ich mit For Tyrant’s Sake insgesamt nicht so richtig warm geworden. Ich weiß auch nicht so genau, woran das lag, aber der berühmte Funke wollte auf knapp 50 Minuten eben einfach nicht überspringen. Das kann aber bei jedem einzelnen von euch ganz anders sein, daher entlasse ich die von mir derart harsch ins Kreuzfeuer genommene Band mit einer noch ganz leicht im Positiven liegenden Wertung, denn die handwerkliche Arbeit geht voll und ganz in Ordnung.
| Tracklist: |
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Lineup: |
1. For Tyrant's Sake
2. Daemon Dawn
3. Source Code @ Converter's Day
4. Born In Our Own Funeral
5. Killing Star Species
6. Construcdead
7. 1011066601101
8. Mindfield Evergreen
9. Incapacity Awards
10. The Harvest That Dragged Me Down
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Vocals, Guitar: Philipp Frick Guitar: Dominik Haufe Drums: Sascha Lorenz Bass: Ralf Hauber
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5.5 Punkte von WARMASTER (am 03.11.2007)
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musikalischer Background des Verfassers Death und Black Metal, 70er-Jahre Rock, Beat
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