BEOWÜLF heißt also die nächste Band, die in diesen Tagen ein kleines Comeback startet. Neben den ähnlich veranlagten EXCEL waren BEOWÜLF immer eine der Bands, die hinter den großen SUICIDAL TENDENCIES in der zweiten Reihe des Crossover Thrash der Spätachtziger aufgespielt haben. Der Name BEOWÜLF ist mir zwar stets bekannt gewesen und das letzte Album das eine oder andere Mal in den Plattenläden dieser Welt über den Weg gelaufen, aber im Gegensatz zu den anderen genannten Bands kannte ich bisher kein Release von BEOWÜLF.
WESTMINSTER & 5TH ist das fünfte Album der Kalifornier und man spielt mittlerweile fast klassischen Punkrock, der immer wieder durch hardcorige, metallische oder rockige Elemente angereichert wird. Veröffentlicht wird das Ganze über das wieder emsiger werdende Label I Scream Records (MADBALL, SPOILER NYC), das seinen Umzug von Belgien in die USA vollzogen hat. Mit Blick auf das Artwork von WESTMINSTER & 5TH ist schnell festzustellen, dass es sich dabei nicht um das innovativste handelt, haben doch bereits die guten Poppunker von BRACKET mit 924 FORESTVILLE ST. (1994) und die Hardcore-Allstarcombo HAZEN STREET mit ihrem selbstbetitelten Album (2004) ähnliches und weitaus besseres abgeliefert. Auch wenig begeistern kann mich der Sound, der recht schwachbrüstig daherkommt und so doch das eine oder andere Mal den nötigen Druck vermissen lässt. Trotz dieser Umstände liefern BEOWÜLF ein solides Comebackalbum ab, das zwischen den vielen Songs auch ein paar kleine Hits „in petto“ hat. Tracks wie der hektische Opener „NASCAR Fan“, das melodische „Soaked“, „Stoney Otis“ oder das etwas ruhiger gehaltene „Tick, tick, tick“ sind schon gelungen…
Den Fans der ersten Stunde wird WESTMINSTER & 5TH nicht unbedingt schmecken, da man doch ein weiteren Schritt weggegangen ist vom Sound der alten Zeit. Eine paar gute Songs lassen das Album kurzweilig erscheinen, eine Menge schwächerer Tracks sowie die relativ dünne Produktion drehen die Punkteskala allerdings nach unten. Trotzdem habe ich irgendwie gefallen an dem neuen Album von BEOWÜLF gefunden und zur Erweiterung meines musikalischen Horizontes ist der Re-release des Debüts und des Zweitwerkes bereits auf dem Weg zu mir.
Diskographie:
Beowülf CD (1986)
Lost my head... But I'm back on the right track CD (1988)
Un-Senti-Mental CD (1993)
2¢ CD (1995)
The Re-Releases (Re-Release von „Beowülf“ & „Lost my head…“) CD (2005)
Tracklist:
Lineup:
01. NASCAR Fan
02. Soaked
03. Tilt
04. Mission
05. Stoney Otis
06. Ghetto Billy
07. The splendor
08. Gina Lynne
09. Got an itch?
10. Shall arise
11. Tick, tick, tick
12. Rough night (Rough life)
13. Hitting on hard times
14. Is what it is
15. The auction
16. Westminster & 5th
musikalischer Background des Verfassers Punk, Hardcore, Emo, Rock, Alternative
X Aktuelle Top6
1. Death By Stereo "Black sheep of the American Dream"
2. Stick To Your Guns "Diamond"
3. Strength Approach "With or without you"
4. Forever Young "The guarantee"
5. Heartbreak Stereo "Carried thorugh this waltz"
6. Lagwagon "Duh"
X Alltime-Klassix Top6
1. Bad Religion "Stranger than fiction"
2. Gorilla Biscuits "Start today"
3. NOFX "White trash, two heebs and a bean"
4. Samiam "Clumsy"
5. Slapshot "Sudden death overtime"
6. CIV "Set your goals"
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