Kragens sind zurück. Und es ist ein Wiedersehen, das Freude macht. Die Franzosen präsentieren uns ein weiteres Mal lupenreinen Power Metal mit viel Härte und Energie. Ganz so sehr wie die erste Scheibe kann mich „Infight“ leider nicht mitreißen. Wie das eben so ist: Ein starkes Debüt mit Songs, die wahrscheinlich über einen langen Zeitraum gewachsen sind und dennoch von der Naivität einer frischen Band profitieren, hängt die Latte reichlich hoch. Leider fand das Zweitwerk „Seed of pain“ nicht den Weg zu Metalglory. Also schauen wir uns das "Make it or break it" Album an.
Die Gitarren auf „Infight“ sind nicht so druckvoll wie auf „Dying in a desert“. Davon profitiert der Gesang von Renaud Espeche, der auf diesem Album über sich hinaus wächst. Für die notwendige Härte sorgt die prügelnde Rhythmusfraktion und das Songwriting. Hier greift man neben Einflüssen aus dem traditionellen US Metal (wie gehabt), klassischem europäischen Power Metal der Marke King Diamond auch Thrash Elemente aus der Bay Area (der Opener „Deaf and blind“) und Britannien in den späten Achtzigern („Angels among monsters“) auf. Und ein Track wie „Tyranny of God“ erinnert streckenweise sogar an Death. Bei aller Härte sorgen ein mit viel Bedacht eingesetztes Keyboard und zündende Gesangslinien für die nötige Eingängigkeit. Und Kragens bieten noch mehr. „Ten treasons we fight“ bietet neben den schon erwähnten Bay Area Komponenten auch Seattle Einflüsse, denn hier lassen Nevermore grüßen. Wer auf Power Metal mit Thrash Elementen Ruhiger geht es bei „The falling man“ zu. „Endlich“, ist man fast versucht zu sagen. Alle Songs werden getragen von einem heftigen Riffing, sauber ausgearbeiteten Leads und Soli sowie verflucht einer druckvollen Zusammenarbeit von Bass und Schlagzeug. Den Gesang mit Bruce Dickinson zu vergleichen, wie es das Infoblatt des Labels tut, ist freilich eine Lächerlichkeit sondergleichen. Und dennoch ist die Leistung des Frontmanns, der sehr variabel zwischen melodischen und aggressiven Parts wechselt und dabei stets eine charismatische und ausdrucksstarke Interpretation der Lyrics abliefert, sehr bemerkenswert. Ausfälle sind wohl der Baukasten „Only the weak survive“ und die missglückte Hymne „Metalize“. Als Anspieltipp, und das nicht nur wegen des Titels, gebe ich Euch „Mask of the damned“ mit auf den Weg. Oder eben „Tyranny of God“, wenn ihr von der ganz harten Fraktion seid.
Wer auf anspruchsvollen Power Metal mit Thrash Elementen steht, der kommt an diesen Franzosen nicht mehr vorbei. Auch wenn das Debüt nicht ganz erreicht wird, gibt es von mir ein klares "Make it!"
Tracklist:
Lineup:
1. Deaf And Blind
2. Lake Of Fire
3. Angels Among Monsters
4. Tyranny Of God ,
5. Ten Treasons We Fight
6. The Falling Man
7. Only The Weak Survive
8. Mask Of The Damned
9. Metalize
8.0 Punkte von Christian (am 09.10.2007)
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musikalischer Background des Verfassers Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
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