Lillian Axe (USA) "Waters Rising" CD
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Lillian Axe gehören zu den Bands, die sich im Lauf ihrer Karriere eine bis heute extrem treue Fangemeinde erspielt haben, aber nie der breiten Öffentlichkeit bekannt wurden. Zu erklären ist dieses Phänomen in keinster Weise, denn ihre Songs waren zwar teilweise sperrig, aber an Aussagekraft und Melodie stets weit ihrer Zeit voraus. Einerseits lag es am genialen Songwriting von Mastermind Steve Blaze und andererseits an Sänger Ron Taylor. Gerade die markante Stimme war ein Erkennungsmerkmal und schaffte es den Songs eine ungeheure Intensität zu verleihen. Nach vielen Misserfolgen und Enttäuschungen fand sich die Band damit ab und verabschiedete sich mit ihrem Megaalbum „Psychoschizophrenia“. Die Rufe nach einer Reunion wollten aber über die Jahre nicht verstummen und so veröffentlichte die Band 1999 ein mäßig spannendes Reunion-Album. Viele der elektrisierenden Momente fehlte und damit ging das Album völlig unter und mit ihrem umjubelten Gig beim Bang Your Head in Balingen wollte sich die Band dann auch Livetechnisch verabschieden. Nun liegt also doch noch ein neues Werk vor, mit dem so keiner gerechnet hatte. Zuerst fällt ins Auge, dass vom alten Line-Up nur noch Steve Blaze übrig geblieben ist und man stellt sich unweigerlich die Frage nach dem Sinn solch einer Veröffentlichung. Doch bereits beim Opener „Waters Rising“ sind alle Bedenken weggefegt. Groovend wie eh und je kommen die Songs um die Ecke und mit Derrick LeFevre gibt es einen adäquaten Ersatz an den Vocals. Die Ähnlichkeit zu Ron Taylor ist frappierend. Wie auch auf „Psychoschizophrenia“ und „Poetic Justice“ ist einiges des Material recht sperrig, aber die Melodien und der mehrstimmige Gesang verleihen den Songs eine Tiefe, wie man sie woanders suchen muss. Dass Derrick LeFevre ein prima Ersatz ist, stellt er eindrucksvoll in der Halbballade „I Have To Die, Goodbye“ unter der Beweis, waren doch gerade solche Songs ein besonderes Highlight der Alben mit Ron Taylor. Aber auch diesmal wird die Band nicht den Erfolg erreichen den sie eigentlich verdient hat, denn dafür kommt das Album in der heutigen Zeit einfach zu spät und wird nur die alten Fans erfreuen können. Bleibt zu hoffen, dass es dennoch ein paar Hörer gibt, die anderen Bands eine Chance gibt.
Fazit: Ein starkes Album einer nach wie vor genialen Band.
| Tracklist: |
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Lineup: |
1. Waters Rising
2. Antarctica
3. Become A Monster
4. Quarantine
5. I Have To Die, Goodbye
6. Fear Of Time
7. Until The End Of The World
8. Fields Of Yesterday
9. Thirst
10. The 2nd Of May
11. Deep In The Black
12. 5
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9.0 Punkte von Christoph (am 19.07.2007)
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musikalischer Background des Verfassers Melodicrock allgemein, AOR, True Metal, Prog-Metal
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