Fünf Alben hat das griechische (almost) All female-Unterfangen Astarte seit neuestem auf dem Buckel. Unter dem Banner von Avantgarde Music erschien jüngst das aktuelle Werk „Demonized“ und setzt den gotisch-melodisch angehauchten Weg des Black/Heavy/Death Metals fort, der vor neun Jahren mit dem beachtenswerten Debut „Doomed Dark Years“ seinen Anfang fand. Damals noch in der düster-mystischen Welt des CoF-verwandten Black Metals zu Hause, haben sich die hübschen Griechinnen mittlerweile zumindest partiell auch anderen Klängen angenähert. So gibt „Demonized“ Aufschluss über die weiteren musikalischen Vorlieben Astartes, die zweifellos im tödlichen sowie traditionellen Metal liegen und einige Songs des neuen Outputs gar dominieren. Von Black Metal kann daher eigentlich nicht mehr die Rede sein, was der Band jedoch nicht minder schlecht zu Gesicht steht: Technisch versiert und auch kompositorisch auf einem mittlerweile recht hohen Level angelangt, gibt man sich den 14 frischen Stücken hin und mengt dabei munter melodischen Black Metal, aggressiven Death Metal und auch Thrashiges zu einem dämonischen Gebräu, welches höchst abwechslungsreich und vielseitig aus den Boxen dröhnt. Gut, vielleicht betreiben die Damen etwas zuviel Namedropping, indem sie einige Songs mit Gastsängern wie Angela Gossow oder Atilla Csihar ausstaffieren, obschon es gar nicht nötig wäre. Einzig Atilla verleiht der Nummer mit seinem markanten Organ einigen zusätzlichen Charme. Das Problem von „Demonized“ ist jedoch ein anderes: Während einige Songs absolut hochkarätig ausfallen und wie „Heart Of Flames (Burn)“ erstklassige Beispiele melodischer, erhabener Black Metal-Schule sind, gibt es beinahe ebenso viele Ausfälle wie das trotz hübscher Pianomelodie etwas zu sehr vor sich hindümpelnde „Everlast“. Angesichts der schieren Fülle von 14 Kompositionen mag dies zwar nicht weiter schwer wiegen, lässt das Album jedoch leider beizeiten etwas überladen, regelrecht zu vollgestopft wirken. Dass Astarte wahre Meisterinnen ihres Faches sind, beweisen sie auch auf „Demonized“ zur Genüge, nur leider halten nicht alle Nummern das hohe Qualitätslevel, das Stücke wie das erwähnte „Heart Of Flames (Burn)“ oder „Mutter Astarte“ vorgeben. Vielleicht sollte man die Heavy Metal-Leads wieder aus den Songs nehmen, die der düsteren Atmosphäre doch sehr abträglich sind und deutlich zu fröhlich und damit zu kontrastierend wirken. Eidneutig Stellung über die aktuellen Vorlieben bezieht da auch das Accept-Cover „Princess Of The Dawn“, jedoch ein wenig blass bleibt und zu lustlos intoniert wird.
Ein zweischneidiges Schwert also, auf dem dennoch die guten Nummern überwiegen.
Tracklist:
Lineup:
1. Mutter Astarte
2. God I Hate Them All
3. Lost
4. Whispers Of Chaos
5. Demonized
6. Lycon (Ft Attila Csihar Of Mayhem)
7. Queen Of The Damned (Ft Henri Tsk Sattler Of God Dethroned)
8. Heart Of Flames (Burn)
9. God Among Men (Ft Nicolas Sic Mails Of Lloth)
10. Everlast
11. Black At Heart (Ft Angela Gossow Of Arch Enemy)
12. Black Star
13. Princess Of The Dawn (Accept Cover)
14. Everlast II (Phoenix Rising)
6.5 Punkte von Björn Springorum (am 11.06.2007)
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musikalischer Background des Verfassers Ganz klar aus dem frostig-kalten Black Metal kommend, jedoch ist eine starke Tendenz zu elektronischen Klängen harscher Natur und folkigen Klängen überaus sanfter Natur zu erkennen...fügt man nun noch eine Prise Yann Tiersen dazu...voila!
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