Was ist das ? - Pferdegewiehere, dabei aufkommende Gewitterneigung, Chöre ganz weit hinten, akustische Gitarrenklänge und dann, man rechnet mit nichts Bösem, unvermittelt und in voller Härte, brachialer Metal in seiner ursprünglichsten Form !?
Richtig - das ist der Anfang der ersten Seite (das Teil klingt auf Vinyl viel besser als auf CD !) des legendären Albums "Blood Fire Death" des Ausnahmekünstlers Quorthon mit seiner Studioband BATHORY aus dem Jahre 1988.
Für mich ist "Blood Fire Death" auch heute noch die Inkarnation dessen, was Metal für mich ausmacht und warum Metal für mich und mein ganzes Leben so wichtig ist !!!
Legendäre Stücke wie 'Odens Ride Over Nordland', 'A Fine Day To Die', 'For All Those Who Died', 'Dies Irae' oder eben 'Blood Fire Death' jagen mir auch heute noch einen Gänsehautschauer (ach was: Albatroshautschauer mindestens !) nach dem anderen den Rücken runter und lassen mir gleichzeitig das mit viel Met verdickte Blut in den Adern gefrieren.
Die eigenartig schaukelnd-stampfende Rhythmik der meisten Stücke ist ebenso legendär wie Quorthons heißere Stimme, die von nordischen Göttern, heidnischen Riten und längst vergessenen ruhmreicheren Tagen wehklagt.
Absolut epische, schwelgerische Passagen wechseln sich ab mit herausgespieenen Haßklumpen und pfeilschnellen Parts.
Abwechslung, Melodie und Brutalität gehen hier eine perfekte Symbiose ein, wie sie ihresgleichen sucht.
Für mich wird in der Tat mit diesem Album das heute so en vogue befindliche Zeitalter des Viking Metal eingeläutet und nicht, wie viele behaupten, erst mit BATHORYs nächsten Album, "Hammerheart", welches zugegebenermaßen ebenso ein absolutes Lehrstück und Meisterwerk in Sachen Viking Metal darstellt.
Quorthon, der ja auch den Black Metal in den 80er-Jahren irgendwie miterfunden hat (die drei ersten Alben, "Bathory", "The Return" und "Under The Sign" belegen dies überaus eindrucksvoll und sind wohl an Schwärze kaum zu überbieten und auch heute noch viel mehr "black" oder "evil" als so manche gehypte Band dieser Tage), mag somit auch als Erfinder des Viking Metals in die Annalen eingehen; diesen Ruhm hat er sich mehr als verdient, denke ich.
Ich hatte ja weiland die Ehre Quorthon kurz vor seinem tragischen Tod als einer der letzten telefonisch zu interviewen; wer mag, kann das Interview mit einem der ganz Großen unserer Musik hier nachlesen:
http://www.metalglory.de/interviews.php?nr=72
Rest in Peace, Quorthon !! - Nicht nur mit dem vorliegenden Album, sondern mit Deinem gesamten Schaffen hast Du uns und unserer Musik unendlich viel gegeben !
Da man mich geradezu genötigt hat auch bei den klassischen Albumbesprechungen Punktzahlen zu vergeben, soll es so sein - bitte sehr, ihr habt es nicht anders gewollt: 10 Punkte war dieser schwarze Rohdiamant schon immer wert und wird es auch in Ewigkeit bleiben !!!
Tracklist:
Lineup:
1. Oden's Ride Over Nordland
2. A Fine Day To Die
3. The Golden Walls Of Heaven
4. Pace 'till Death
5. Holocaust
6. For All Those Who Died
7. Dies Irae
8. Blood Fire Death
9. Outro (nirgendwo so ausgezeichnet, aber auf der CD sind 9 Stücke und das letzte ist ein knapp einminütiges Outro; Anm. d. Verf.)
10.0 Punkte von WARMASTER (am 03.06.2007)
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musikalischer Background des Verfassers Death und Black Metal, 70er-Jahre Rock, Beat
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