Hearse (Schweden) "In These Veins" CD
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Sagt jemandem der Name "Johan Liva" etwas ? - Das wäre eine gute Frage für unser Metal-Quiz, hehehe ... ;-)))
Nun ja, die meisten von euch werden nur müde lächeln ... natürlich: Johan Liva ist der ehemalige Vokalist von ARCH ENEMY, bevor unsere allseits beliebte Angela damit begann dort ihre Stimmbänder zu malträtieren.
Und ebendiesem Johan Liva wurde es wohl vor einiger Zeit wohl zu fad von der schwedischen Stütze zu leben und flugs gründete er eine neue Band - HEARSE ...
Das alles ist aber schon wieder Schnee von vorgestern, denn HEARSE legen mit "In These Veins" ihr mittlerweile auch schon wieder viertes Studioalbum vor.
Alter Schwede ! - Die Scheibe knallt tüchtig - da bröckelt nicht nur der Putz von den Wänden !!
Als allererstes fällt dem unvoreingenommenen Hörer der wuchtige alles zermalmende Sound auf - was für ein Brett !!! - Dreimal dürft ihr raten, wer denselben zusammengeschustert hat ... ? - Ganz klar, der gute alte Dan Swanö hatte auf ""In These Veins" seine begnadeten Händchen im Spiel - da kann ja nur Gutes dabei herauskommen ...
HEARSE spielen eine wütend-aggressive Mischung aus Thrash und Death Metal mit einer kleinen aber feinen Crust- bzw. Hardcore-Attitüde, vor allem, was die leicht punkigen Abgeh-Songstrukturen und die ruppigen Vocals anbelangt. Abwechslung und vor allem viel viel Melodie sind hierbei stets Trumpf; vor allem die ausgedehnten Leadgitarrenparts nebst richtigen Soli wissen zu überzeugen.
Und so nehmen nahezu 40 recht unterhaltsame Minuten ihren Lauf - Gleich der Opener zeigt ordentlich, wo es lang geht: Ein ruppig-räudiges Stück modernen Metals wird einem da ohne viel Federlesens um die Ohren gehauen. Und in diesem Stil geht es weiter: Auf Anhieb nachvollziehbare einfach gestrickte, aber wohldurchdachte Songstrukturen, eingängige Riffs und Refrains und obendrauf die rasselnde Stimme von Johan, welcher nichts aus seiner Zeit zusammen mit ARCH ENEMY verlernt hat und das gesamte Repertoire extremer Sangeskunst vom tiefen Gegurgele bis hin zum heißeren Gebelle souverän drauf hat und auch professionell abspult.
"In These Veins" bezieht seine durchschlagende Stärke vor allem durch die immense Energie, welche sich in neun sehr spontan und immer ein bisserl schräg wirkenden Tracks manifestiert. Das ganze wirkt so, als ob es in einem einzigen Take im Studio eingespielt bzw. -gesungen wurde und Alben, die auf diese Weise entstanden sind, sind ja oft nicht die allerschlechtesten, wie wir wissen ...
Hier noch ein paar Anspieltips: 'Intoxication' peitscht recht schnell nach vorne und endet in einer alles vernichtenden Kakophonie, 'Among The Forlorn' besticht einerseits durch eine mächtige Melodie und weiß auf der anderen Seite durch lyrische Parts zu gefallen, die aber stets wieder in einem wütenden Ausbruch enden. 'Hearse' ist ein genialer verschleppter reiner Instrumental-Stampfer mit einer herrlichen Melodie und schön gezupften Akustikgitarrenparts, während 'In These Veins' als letztes Stück auf diesem Album nochmals alle Register zieht und überraschenderweise mit Maiden-Gitarren sowie einem gebrüllten Refrain brilliert.
HEARSE machen live sicher ganz ordentlich Stimmung im Moshpit; auf CD ist mir das Ganze aber auf Dauer ein ganz klein wenig zu eintönig - 7 Punkte.
| Tracklist: |
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Lineup: |
1. House Of Love
2. Corroding Armour
3. Intoxication
4. Naked Truth
5. Crusade
6. Among The Forlorn
7. Atrocious Recoil
8. Hearse
9. In These Veins
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7.0 Punkte von WARMASTER (am 20.05.2007)
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musikalischer Background des Verfassers Death und Black Metal, 70er-Jahre Rock, Beat
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