Briantanus und Asmon lösten 2002 ihre damalige Band FABULA AETATIS auf, um CULTUS FEROX zu gründen. Dort sind die beiden im Herbst letzten Jahres ausgestiegen, nennen sich inzwischen FABULA und haben im Frühjahr zusammen mit dem Ex-CORVUS CORAX Produzenten Tec ihr neues Album "Panta Rhei" eingespielt. Der Titel weckt meine Neugierde, also schnell mal gegoogelt und siehe da: er geht zurück auf die Interpretation einer Aussage des Philosophen Heraklit, nach dessen Ansicht es nur ein ewiges Werden und Vergehen gibt, alles beharrende Sein beruhe auf Täuschung. Kurz gesagt: alles fließt. Nach diesem Exkurs in humanistische Gefilde zurück zur Musik. Es dominieren Kompositionen, wie man sie von Mittelalter-Märkten gewohnt ist. Die traditionellen Stücke kommen mit viel Schlagwerk, Sackpfeifen-Getöse und gelegentlichem Flöten-Einsatz mal beschwingt ("Thuja", "Hantre", "Taramarka"), mal nachdenklich ("Mendax", "Madre") herüber. Etwas verträumter mit angenehmer Melodie wirkt "Flying Dance", eine von mehreren Eigenkompositionen.
Als Bonustrack findet sich ein Remix von "Taramarka", bei dem kaum noch die Dudelsäcke zu vernehmen sind, sondern die Flöten, wodurch sich diese Version relaxter anhören läßt. Gar nicht mittelalterlichen Ursprungs hingegen ist "Mohican", denn hier hat man die Filmmusik von "Der letzte Mohikaner" auf historische Weise vertont. Passend zur jeweiligen Stimmung werden entsprechende Naturgeräusche wie Donnergrollen, zwitschernde Vögel, wiehernde Pferde oder Windheulen addiert. Wie schon eingangs angedeutet bieten FABULA keinen Mittelalter-Rock im Stile von SUBWAY TO SALLY oder IN EXTREMO, sondern dürften eher für die Puristen unter den Mittelaltermusik-Fans interessant sein. Die CD kann über die Homepage bestellt werden, dort befinden sich auch einige Songs im MP3-Format.
Tracklist:
Lineup:
01. Naissance
02. Thuja
03. Mendax
04. Hantre
05. Mohican
06. Taramarka
07. Flying Dance
08. Madre
09. Mansala
10. La Douleur De La Rose
11. Bonus Mix Taramarka
musikalischer Background des Verfassers Thrash-, Speed-, Death- und Black-Metal, Mittelalter-Mugge
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4. Turisas "The Varangian Way"
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