Die Band CRISIS wurde 1993 ins Leben gerufen, als die Gründungsmitglieder Afzaal Nasiruddeen und Fred Waring beschlossen, die Frontposition mit einer weiblichen Stimme zu besetzen. Ein befreundeter Fotograf der beiden aus New York City machte sie mit Karyn Crisis bekannt, Gia Chaun Wang wurde gefunden und so war die Band geboren und der Name festgelegt. Schnell brachten sie ihre Ideen für CRISIS auf einen Nenner und fanden zu ihrem eigenen Stil. Über Too Damn Hype Records wurde das erste Release der Band "8 Convulsions" veröffentlicht. Die Band fand Beachtung und kam bei Metal Blade Records unter Vertrag. Es folgten 1996 "Deathshead Extermination" und 1997 "The Hollowing". Mit dem Erfolg dieser Alben ging die Band auf ausgedehnte Tour quer durch die USA und Europa. Anfang des Jahres 2000 liess sich die Band an der Westküste, in Los Angeles, nieder. Nach wiederum vielen Live-Shows machte man sich an die Arbeit zu einem neuen Album. Der Titel "Like Sheep Led To Slaughter" stand schnell fest und man entschied sich zur Zusammenarbeit mit dem Produzenten Billy Anderson. Dieses Album wird von den apokalyptischen Texten von Karyn Crisis bestimmt. Die Bezeichnung der Musikrichtung "Experimental Metalcore" setzt sich aus den Einflüssen aus Dark-Metal und Hardcore zusammen. Eine interessante Mischung. Zu den Gründungsmitgliedern Karyn Crisis - Gesang, Afzaal Nasiruddeen - Gitarre und Gia Chaun Wang - Bass, kamen als neue Bandmitglieder Jwyanza Hobson - Gitarre und Josh Florian - Schlagzeug, dazu.
Das Intro "Omen" ist ein mystisch, mysteriöser dem Titel entsprechender Text, gesprochen von Karyn. Das folgende "Waking the dead" fetzt gleich richtig los. Das macht Lust auf mehr. Wahnsinn, dass eine Frau so eine Stimme haben kann!
Meine Hoffnung auf mehr coole Mucke wird wahrlich nicht enttäuscht. "A gravegard for Bitches" legt sofort noch eins drauf. Der Song wirkt kraftvoll, mitreissend, von einigen interessanten Schlagzeug- und Gitarrensoli unterbrochen. Plötzlich klingt Karyn zärtlich, einschmeichelnd - so eine wandelbare Stimme findet man nicht oft. Auch "Nomad" ist ein sehr interessantes Stück. Der Anfang kommt mit fast orientalischen Klängen und steigert sich dann zu einer regelrechten Grunzorgie, immer wieder von weichen Klängen unterbrochen. Das Zusammenspiel der Instrumente klappt perfekt. Es ist ganz deutlich, diese Band hat Erfahrung, Routine und ganz viel Spass an ihrer Musik. Das Album macht sehr viel Spass, fetter Sound, krasse Texte und eine druckvolle satte Produktion - einfach geil!
Über "Politics of Domination", "Blood Burden" und "Rats in a maze" geht es in schönster Metalcore-Manier weiter. Jeder einzelne Song bringt andere Präsentationsideen mit ein, kein Song ähnelt dem anderen. Gerade "Rats in a maze" sticht von allen anderen Titeln durch diese plötzlich so weiblich und zart klingende Karyn hervor. Auch die folgenden Songs "Corpus Apocalypse", "Study in cancer", "Exit catacomb" und "The fate" tragen zur gelungenen Abrundung des Silberlings bei.
Fazit: CRISIS werden es noch weit bringen und die Fangemeinde in deutschen Landen wird mit dieser Veröffentlichung rasant wachsen.
7.5 Punkte von Manuela (am 06.08.2004)
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