Die Wölfe heulen wieder. Und wie es nicht anders zu erwarten war, heulen sie sich erneut in alle Herzen, die am 80er Jahre Heavy Metal hängen. Für jeden Headbanger ist „The black flame“ eine wahre Freude. Zehn Hymnen für hungrige Traditionalisten. Zehn Eintrittskarten für die Ruhmeshalle der ewigen Heavy Metal Götter. „The black flame“ kommt verdammt gut, konnte mich beim ersten Durchlauf jedoch nicht vollends überzeugen. Zu einfach und zu offensichtlich kam die Musik aus den Boxen. Es brauchte bis zum zweiten Durchlauf, bis mir klar wurde, dass es genau dieses simple „Auf die Fresse“ Gefühl ist, das die Musik von Wolf so wertvoll macht. Die Schweden bringen ihren kopferschütternden Heavy Metal exakt auf den Punkt. Songs wie das enorm zwingende „The bite“ oder das vor Motoröl triefende „Steelwinged savage reaper“ klatschen dir das Hirn aus der Birne und lassen es auch noch an der Wand erbeben wie Tokio unter den Füßen von Godzilla. In dieser Form werden Wolf ihrem neuen Label Century Media jede Menge Freude machen. Die rotzfreche Produktion – diesmal nicht von Peter Tägtgren, sondern aus den ähnlich renommierten Händen eines Fredrik Nordström, ergänzt die knallharte Schlagkraft der Stücke ideal. Fette Riffs mit Wiedererkennungswert, ein starker Gesang in hoher und aggressiver Metal Stimmlage sowie geile Lead Parts und Gitarrensoli sorgen für jede Menge Spaß. Lediglich das Schlagzeug könnte etwas fülliger getrommelt werden. Da ist mit Tobias R. Kellgren ein neuer Mann hinter den Fellen. Ob es daran liegt? Ist vielleicht sein Stil. Ich bevorzuge allerdings mehr Kawumm. Den bringen Songs wie das kurzweilige „Make friends with your nightmares“, das temporeiche „Seize the night“ oder das sehr abwechslungsreiche „Children of the black flame“ aber irgendwie trotzdem zustande. Falls ihr eure Kutten, Nietenarmbänder und Patronengürtel schon wieder aus dem Festivalrucksack hervorgekramt habt, reißt euch „The black flame“ unter den Nagel. Dieses Album ist ein Schlag in die Fresse, eine präzise Anleitung für eine ausschweifende Heavy Metal Party und eine Garantie, dass der Metal wirklich niemals sterben wird.
Tracklist:
Lineup:
1. I Will Kill Again
2. At The Graveyard
3. Black Magic
4. The Bite
5. Make Friends With our Nightmares
6. Demon
7. The Dead
8. Seize The Night
9. Steelwinged Savage Reaper
10. Children Of The Black Flame
8.5 Punkte von Christian (am 17.09.2006)
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musikalischer Background des Verfassers Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
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