Die Christencore-Pioniere aus Pennsylvania kommen mit ihrem achten Album um die Ecke, nach diversem Labelhopping in der Vergangenheit diesmal wie schon der Vorgänger auf Ferret (USA) bzw. Roadrunner Records (Europa und Asien). Nachdem man mit dem letzten Longplayer „The Funeral of God“ durch eingängige Midtempoparts und Frauengesang auch jenseits des Undergrounds auf sich aufmerksam machen konnte, scheint es mit „The fear is what keeps us here“ wieder einen Schritt back to the roots zu gehen. 11 Metal-/Hard-/Noisecore-Ungetüme dröhnen einem im ersten Moment recht sperrig entgegen. Es dauert seine Zeit, bis man sich in das Material des neuen Scheibchens eingehört hat. Düster, krachig, rockig, chaotisch, vieles in schleppendem Midtempo gehalten, offenbart sich auf der Scheibe eigentlich kein wirklicher Volltreffer. Vielmehr wirkt die Platte als Ganzes sehr homogen und entfaltet ihre Wirkung am besten, wenn man sie am Stück hört. Gewöhnungsbedürftig erscheinen mir auch nach wie vor die gewohnt kehligen, fast black-metallischen Vocals, die zwar eindeutiges Trademark des ZAO-Sounds sind, vielleicht aber auch mit Grund dafür sind, dass der Band der Durchbruch auf breiterer Ebene bisher verwehrt geblieben ist. Mit „The fear is what keeps us here“ beweisen Zao zwar einmal mehr ihren genreübergreifenden Ausnahmestatus, der große Wurf ist Ihnen aber für meine Begriffe wieder nicht gelungen. Die Lyrics sind wie gewohnt intelligent und fundiert; musikalisch haben ZAO in der Vergangenheit aber schon Stärkeres abgeliefert . Insofern kommt die Scheibe auch nicht an das Referenzwerk „Liberate te ex inferis“ heran. Wer die Band nicht kennt, stelle sich gesanglich HASTE THE DAY ohne die Emo-Parts vor, instrumental dazu eine Kreuzung aus PRONG, NEUROSIS und NORMA JEAN. Anspieltip: „Purdy young blondes with lobotomy eyes“.
Tracklist:
Lineup:
01 Cancer Eater
02 Physician Heal Thyself
03 Everything You Love Will Soon Fly Away
04 It’s Hard Not To Shake With A Gun In Your Mouth
05 Kingdom Of Thieves
06 Killing Time ‘Till It’s Time To Die
07 There Is No Such Thing As Paranoia
08 Purdy Young Blondes With Lobotomy Eyes
09 My Love, My Love (We’ve Come Back From The Dead)
10 American Sheets On The Deathbed
11 A Last Time For Everything
6.0 Punkte von Schneider (am 10.07.2006)
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musikalischer Background des Verfassers 80`s Metal, Old School Thrash, Brutal & Technical Death, Metalcore, Hardcore, Mathcore, Hardrock, Melodic Rock/AOR, Prog-Metal
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