Menschenskind! …würde Schimanski da wohl sagen. Wirklich erstaunlich was die Franzosen ASHURA hier mit ihrem Debut-Album vorlegen. Überhaupt fällt auf, dass sich viel versprechende Veröffentlichungen französischer Death-Metal-Bands in letzter Zeit häufen: Man denke nur an WORMFOOD, GOJIRA, PITBULLS IN THE NURSERY oder YYRKOON. „At The Dawn Of Your Deterioration“ wurde bereits im September letzten Jahres veröffentlicht und bietet technisch anspruchsvollen, sehr abwechslungsreichen Death-Metal/Death-Thrash vorwiegend amerikanischer Prägung. Irgendwie kommen einem immer wieder die gottgleichen MORBID ANGEL in den Sinn. ASHURA schrecken aber auch nicht vor melodischen Parts (vor allem die Klasse-Gitarren-Soli), alles zertrümmernden Grind-Passagen oder (aber wirklich nur wenigen) HC-Beatdowns zurück. Die Spielzeiten der Songs liegen bei durchschnittlich 6 Minuten, sodass man bei 10 Songs auf eine ansehnliche Gesamtspielzeit von rund 63 Minuten kommt, in denen tonnenweise Riffs, Licks, Soli, Breaks und Tempiwechsel abgerissen werden. Man höre nur das grindige „Burn your god“, das komplexe „In nothing we trust“ (steht zum Download auf der Homepage) oder das fast zehnminütige Hammerstück „Shade of Madness“. Die Vocalarbeit bietet ebenfalls eine Menge Abwechslung: Völlig geiles Growling wechselt sich mit Black-Metal-Gekreische und hardcoreähnlichem Shouting ab. Ja, das ist nix Neues, aber ist mir immer noch lieber als ein stumpf dahinröchelnder Growler ohne jeglichen Widererkennungswert. Zu bemängeln an der Scheibe ist der Schlagzeugsound, der manchmal Erinnerungen an „St. Anger“ weckt. Auch sonst ist die Produktion nicht die allerbeste, kommt aber angenehm authentisch daher. Lasst euch also vom soliden Sound, dem Scheiss-Artwork + Logo und dem Exotenstatus nicht abschrecken. Dafür gibt’s ein anständig dargebotenes DEATH-Cover von „Crystal Mountain“. ASHURA haben es echt drauf und werden in Zukunft hoffentlich noch auf höherem Level (label- und soundtechnisch) von sich hören lassen. Wer auf modernen, technischen Death-Metal/Death-Thrash steht, sollte hier echt mal reinhören.
7.0 Punkte von Schneider (am 24.03.2006)
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musikalischer Background des Verfassers 80`s Metal, Old School Thrash, Brutal & Technical Death, Metalcore, Hardcore, Mathcore, Hardrock, Melodic Rock/AOR, Prog-Metal
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