Dream Evil (Schweden) "The Book of Heavy Metal" CD
|
|
|
Weitere Infos zu Dream Evil: |
|
Dream Evil aus Göteborg gehen unbeirrt ihren Weg und legen das nunmehr dritte Langeisen vor. Im letzten Jahr veröffentlichte man die „Children of the night“ EP, deren belangloser Titeltrack mit immer noch schwer im Magen liegt. Glücklicherweise enthielt das Teil auch zwei mehr als vorzeigbare Tracks. Vorab zur CD gab es in diesem Jahr noch die „The first chapter“ CD Single, die mir leider durch die Lappen ging.
Für alle, die bisher einen Bogen um Dream Evil gemacht haben: Die Band hat ein paar große Namen unter sich. Die Trommelfelle malträtiert niemand geringeres als Snowy Shaw, den wir Jünger natürlich von seiner exzellenten Arbeit bei King Diamond und Mercyful Fate kennen. Gitarrenheld Gus G. hat sich in der Szene auch schon einen Namen erstritten. Der Grieche machte bisher durch seine Jobs bei Firewind und Mystic Prophecy von sich reden. Die andere Gitarre wird von Fredrik Nordström bedient, der als Produzent von Hammerfall, In Flames und Arch Enemy markante Duftmarken setzte. Mir dem Debüt „Dragonslayer“ und dem Nachfolger „Evilized“ stehen dem vorliegenden Werk zwei starke Alben voran, die viel Beachtung von Presse und Fans erfahren haben.
„The book of Heavy Metal“ ist also das vielerorts als „magisch“ mystifizierte dritte Album. Und der Titel hätte nicht treffender gewählt werden können. Die CD nimmt den Hörer mit auf eine Reise durch die traditionellen Spielarten der harten Rockmusik. Jeder einzelne Song macht irgendwie ein neues Kapitel im Buch des Heavy Metal auf. Und die Autoren ließen sich dabei von erstklassigen Kollegen inspirieren. Ein wenig fehlt dabei der rote Faden. Doch was macht das schon, wenn einige Songs Hymnenpotential haben?
Allein der Beginn zaubert mir ein breites Grinsen aufs Gesicht: „Meeeeeetaaaaallll!!!!“ schreit Ausnahmesänger Niklas Isfeldt mit seinem hohen, klaren und dennoch kraftvollen Organ durch die Boxen. Es folgt ein hammerschweres Riff, das einen erstklassigen Metal Stampfer einläutet. Der trieft zwar nur so vor Klischees, doch so mag ich das. Die folgenden Stücke sind geprägt von klassischem Strukturen, herrlichen Melodien und herausragender handwerklicher Arbeit. Die Produktion ist ordentlich wuchtig, wie es sich für ein traditionelles Metal Album gehört. Macht wirklich Spaß. Lediglich die Ausflüge in rockigere Gefilde sagen mir nicht so zu. Jedenfalls nicht, wenn sie zum klassischen Hard Rock neigen. Vielleicht sollten die Scorpions heute so klingen wie „Let’s make rock“. Gefällt mir überhaupt nicht. Dream Evil stehen andere Songs besser zu Gesicht. Ausflüge in den Melodic Rock Bereich gelingen wesentlich besser. Die herrlich an Europe’s Glanzzeiten erinnernden „Tired“ und „Only for the night“ beispielsweise sind gelungen. Am besten gefallen mir jedoch die Kraftpakete. Erwähnt seien hier stellvertretend das an Dio erinnernde „Crusader’s Anthem“ und der bereits angesprochene tonnenschwere Opener. Ach ja, ein wenig Accept gibt es auch noch (M.O.M).
Das gute Album wird mit „Unbreakable chain“ durch eine Standardballade abgeschlossen. Insgesamt lässt sich das alles wirklich hören. Dream Evil bleiben auf dem traditionellen Spielfeld ein ernstzunehmenderGoalgetter.
| Tracklist: |
|
Lineup: |
1. The Book of Heavy Metal (March of the Metallians)
2. Into the Moonlight
3. The Sledge
4. No Way
5. Crusaders' Anthem
6. Let's make Rock
7. Tired
8. Chosen Twice
9. M.O.M.
10. The Mirror
11. Only for the Night
12. Unbreakable Chain
|
|
|
7.0 Punkte von Christian (am 23.05.2004)
|
|
Druckversion des Artikels: |
 |
|
Artikel an Kumpel versenden: |
 |
|
|
musikalischer Background des Verfassers Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
|
|
|
|
X Aktuelle Top6
1. Darkest Era "The Last Caress Of Light"
2. Doomsword "The Eternal Battle"
3. Volbeat "Beyond Hell / Above Heaven"
4. While Heaven Wept "Fear Of Infinity"
5. Alestorm "Back Through Time"
6. Mael Mordha "Manannán"
|
X Alltime-Klassix Top6
1. Manowar "Into glory ride"
2. Doomsword "Let battle commence"
3. Slayer "Reign in blood"
4. Iron Maiden "7th Son Of A 7th Son"
5. Black Sabbath "Mob Rules"
6. Volbeat "Guitar Gangsters & Cadillac Blood"
|
|
|
|
|
|
|
[ Seit dem 23.05.04 wurde der Artikel 4909 mal gelesen ]
|