IN FLAMES! Tja, und wieder gibt es etwas Neues! Mit ausdauernder Beständigkeit liefern die 'Vorzeige Schweden' jedes Jahr etwas ab. Ich verzichte jetzt einfach mal darauf IN FLAMES genauer vorzustellen, da ich davon ausgehe, dass, falls einem dieser Name bis jetzt noch nicht untergekommen ist, man wahrscheinlich ohnehin keinen Metal hört.
Was gleich zu Beginn auffällt ist das Infoblatt von Nuclear Blast, das ihren Stil endlich als 'Modern Metal' beschreibt und nicht mehr - wie früher - als Melodic Death Metal, sowie manch andere Magazine/Redakteure es immer noch tun.
Zockten IN FLAMES nie wirklich Death Metal, so wurden sie dennoch von Release zu Release immer 'kreativer'. Diese Kreativität findet nun in COME CLARITY, so der Titel des neuen Albums, ihre momentane Spitze. Bis auf einige harte Riffs und diverse Scream-Shoutings, ist von der 'Härte' der Anfänge nicht mehr viel vorhanden.
Zu jeder Zeit absolut leicht verdauliche Melodien, angereichert mit einigen Mosh-Parts, wie man sie im Moment an jeder Ecke findet, so wabert COME CLARITY unspektakulär aus den Boxen.
Dass IN FLAMES immer mehr Weichspülermucke praktizieren, beweisen dann auch hervorragend Tracks wie 'Dead end', 'Crawling through knives' oder der Titeltrack 'Come clarity'. Cleane Vocals, weinerlich eingebettet in catchy Melodien, die hin und wieder durch Female-Vocals den letzten 'Kick' bekommen.
Die Gitarren machen Druck, die Drums knallen ordentlich, die Produktion ist also wirklich gelungen, da gibt es nichts daran zu rütteln.
Schöne Tracks zum Mitschunkeln, immer schön catchy und bloß nie zu hart, wunderschön ins Ohr schmeichelnde cleane Vocals, sauber gesungene Female-Vocal-Passagen und zu 100% wunderbar LANGWEILIG.
Man bekommt auf COME CLARITY, dem neuen Output von IN FLAMES, also genau das, was man sich von IN FLAMES erwartet. Nur anno 2006 noch ein bißchen weicher, eingängiger, unspektakulärer und eintöniger als bisher.
Wer also auf IN FLAMES bis jetzt total abgefahren ist und ihre Entwicklung geliebt hat, den wird auch das neue Album nicht enttäuschen. Allen anderen wird COME CLARITY genauso am Arsch vorbei gehen, wie die vorangegangenen Alben.
(Da fast alle Tracks bei der Hälfte ausgeblendet werden, kann ich leider nicht sagen mit welcher Laufzeit der neue Longplayer von IN FLAMES aufwarten kann.)
5.0 Punkte von Meaningless (am 09.02.2006)
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musikalischer Background des Verfassers Death Metal (bevorzugt SwedenDeath), Thrash Metal, Stoner Rock, Power Metal, Hardcore, Doom Metal
X Aktuelle Top6
1. Buckcherry "Confessions"
2. Deez Nuts "Bout it"
3. Mortillery "Origin of extinction"
4. Mammoth Mammoth "III: Hells likely"
5. Six Feet Under "Undead"
6. Acid Witch "Witchtanic hallucinations"
X Alltime-Klassix Top6
1. Iron Maiden "Alles"
2. Bolt Thrower "The IV crusade"
3. Dismember "Like an everflowing stream"
4. Carnage "Dark recollections"
5. Grave "Into the grave"
6. Unleashed "Shadows in the deep"
Crossreview von Björn Springorum:
Visionär und einmalig - In Flames vereinen diese Begriffe wie wenige andere Bands. Man mag ihnen Ausverkauf vorwerfen, man mag ihnen Kommerz vorwerfen, jedoch sollte man dabei stets im Hinterkopf behalten, dass solche Vorwürfe meist nur aufgrund ungerechtfertigter, oftmals voreingenommener „Ich will das jetzt aber nicht mögen!“-Kritik abgetan werden können. In Flames klingen also anders auf „The Jester Race“, höre ich ein kollektives Jammern durch die Szene gehen. Dann sollte euch vielleicht bewusst gemacht werden, liebe Buhmacher, dass es eben nicht mehr die Neunziger sind! Natürlich klingen sie anders und alles andere wäre eine mittelschwere Katastrophe! Eine Band, die ein eigenes Genre pionierartig mitbegründet hat und groß gemacht hat soll also auch eine Dekade nach ihren Kultwerken genau die gleiche Art von Musik spielen und sich damit glücklich fühlen? Eins ist sicher: Die derzeitigen Schlechtmacher wären die ersten, die dieser Band Einfallslosigkeit vorwerfen würden. So machen In Flames auf ihrem neuen Werk „Come Clarity“ also das, was sie am Besten können: Zeitlosen, modernen und faszinierenden Metal, der mitreißt, begeistert und staunen lässt. Natürlich sind sie eingängig, natürlich sind es Ohrwürmer, die ihren Weg auf die neue Scheibe gefunden haben, doch was bitte ist daran denn schlimm? Haben nicht auch Manowar Ohrwürmer, Metallica eingängige Songs geschrieben? Ihr wisst, wie die Antwort lautet. Warum ist es denn dann so schlimm, wenn In Flames dies auch tun? Vor allem, weil sie es auch bereits zehn Jahre zuvor getan haben. Keine Frage, niemand MUSS diese Band mögen, jedoch aufgrund des aktuellen Outputs vorwurfsvolle Töne anzuschlagen, ist reichlich fehl am Platze, insbesondere angesichts der Brillanz der neuen Stücke. Abermals etwas moderner und zeitgenössischer stehen In Flames wie selten zuvor für unerreichte Melodien, packende Hooklines und unsterbliche Refrains, vorgetragen von einem mehr klar singenden als schreienden Anders, der seine Sache sehr gut macht und sich stimmlich ein wenig gewandelt, vielschichtiger zeigt. Wenn eine Band beginnt wie In Flames und ihren Sound von Album zu Album behutsam weiterentwickelt hat, sodass man stets erkennen kann, welche Band hier musiziert, so verdient dieser Umstand allein bereits Hochachtung. Wenn dabei solch ein geiles Album wie „Come Clarity“ rauskommt, sowieso noch viel mehr!
9.5 von Björn Springorum (am 26.02.2006)
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musikalischer Background des Verfassers Ganz klar aus dem frostig-kalten Black Metal kommend, jedoch ist eine starke Tendenz zu elektronischen Klängen harscher Natur und folkigen Klängen überaus sanfter Natur zu erkennen...fügt man nun noch eine Prise Yann Tiersen dazu...voila!
X Aktuelle Top6
1. Keep Of Kalessin "Kolossus"
2. Dornenreich "In Luft geritzt"
3. Moonsorrow "Tulimyrsky"
4. Alghazanth "Wreath Of Thevetat"
5. Coldworld "Melancholie2"
6. Häive "Mieli Maasa"
X Alltime-Klassix Top6
1. Dornenreich "Her von welken Nächten"
2. Burzum "Hvis Lyset Tar Oss"
3. Summoning "Dol Guldur"
4. Ulver "Bergtatt"
5. In Flames "Reroute To Remain"
6. Yann Tiersen "Die fabelhafte Welt der Amelie"
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