Unbound gibt es bereits seit 1996 und „Revenge for the innocent“ ist erst das zweite Album. Aber egal, Hauptsache ist ja, dass es mal wieder was neues gibt. Jeder der gedacht hat, dass Unbound nur Hardcore spielen, der täuscht und das tut er gewaltig! Warum ich dies so deutlich vermerke? Ich selbst habe mich auch früher von irgendwelchen (Schubladen-) Begriffen leiten lassen! Und da ich nie so richtig viel für den Hardcore übrig hatte..... Unbound sind viel mehr als das. Diese Kraftprotze präsentieren eine gesunde Mischung aus Thrash, Power, absolut coolen Doom Metal und natürlich Hardcore, wobei vor allem die Gitarren wohl im Thrash verwurzelt zu sein scheinen. Der Gesang ist abwechslungsreich und reicht von fast growligen Corevocals bis hin zu Screams und cleanen Vocals, wobei mich letztgenanntes sehr an die besten Phil Anselmo Zeiten erinnert.
Auch wenn es zu Anfang der Platte den Eindruck macht, als ob sie sich nur im „sehr einfachen“ Thrashcore zu Hause füllen, so werden die abwechslungsreicheren Riffs, die zusätzlichen Vocalarten und die Einflüsse aus Doom und Hardcore spätestens ab „Truth is on my side“ deutlich untermalt. Dieser Song kommt schon fast Stone Rock-artig daher. Des weiteren wären da noch Tracks wie „Back to start“ und „Godless“, bei denen der Doom und dumpfer Rock im Vordergrund stehen und somit den Hard/Thrashcore eher in die enge treiben. Diese beiden Songs erinnern mich an eine Art Hommage an Bands wie The Obsessed, The Cult, Saint Vitus oder die Kasseler von Pik; natürlich mit einer Prise an Thrashcore. Tja, an sich killt Unbound gut, einzig und allein bleiben für meine Begriffe die Drums bei der Produktion etwas auf der Strecke. Doch auch wenn das Album Freiraum für viele verschiedene Stilrichtungen bietet und sehr tight daherkommt, fehlt mir trotzdem noch etwas bestimmtes. Aber vielleicht ist es eins dieser Alben, die erst mal ein paar Tage, Monate oder Jahre einfach reifen muss, ..........wie ein guter Wein.......(ich melde mich diesbezüglich wieder....: -) )
Fazit: Diese Band hat schon Power, wie ich das früher bei z.B. Warpath noch gespürt habe. „Revenge for the innocent“ ist für mich einfach cooler Thrash-Doomcore mit dem sich Unbound mit zu Bandstilen von Crowbar, Pantera, Count Raven und Testament einreihen kann. Aber an dem gewissen Etwas, was bei den eben genannten Bands vorhanden ist bzw. war, sollte noch gefeilt werden. Nichtsdestotrotz, die wahren Thrash-Core Fans dürften mit „Revenge...“ zufrieden sein. 7.0 Punkte von Arturek (am 01.04.2004)
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