Myrk (Island) "Icons Of The Dark" CD
|
|
|
Black/Pagan Metal aus Island konnte mittlerweile etwas von seiner einstigen Außenseiterposition ablegen, was vor allem qualitativ hochwertiger und sehr interessanter Kapellen wie Solstafir, Potentiam oder Curse zu verdanken ist. Nun wollen es Myrk den schwarzmetallenen Landsmännern gleichtun und haben aus diesem Grund bei Ketzer Records unterschrieben, um uns eine weitere Episode aus der Serie „Black Metal from Iceland“ näher zu bringen. So schrammelt „Icons Of The Dark“ dann auch richtig schön vor sich hin, typisch nordische Raserei wechselt mit teilweise thrashigen Passagen und lässt auch den einen oder anderen Anflug traditionellen Heavy Metals nicht zu kurz kommen. Aber keine Angst, das Hauptaugenmerk der grimmig geschminkten Isländer liegt ohne jeden Zweifel auf tiefschwarzem Metall, gesanglich genreüblich intoniert, wobei der Schreihals das Growlen schleunigst ablegen sollte, da er in tieferen Bereichen Erinnerungen an einen heiseren Hirsch heraufbeschwört. Ob das Absicht war? Lyrisch klappert man leider einmal mehr die typischen Bereiche schwarzer Tonkunst ab, so finden sich auch auf „Icons Of The Dark“ der Teufel, die heidnischen Götter sowie jede Menge fauler Zauber wieder. Wer braucht denn so etwas heute noch? Und wie zur Hölle kommt man auf den Gedanken, satanische und heidnische Inhalte auf einer CD zu vereinigen? Also ich weiß es beim Besten Willen nicht… Wie schon erwähnt ist es um die musikalischen Aspekte auf Myrks Labeleinstand längst nicht so schlecht bestellt und so wissen vor allem die gute Produktion und das exzellente Schlagzeugspiel zu überzeugen. Am Besten gefallen Myrk allerdings bei den puren Black Metal-Passagen, welche, frei von thrashigen oder traditionellen Einflüssen, auf typisch nordische Art und Weise Druck machen und teilweise sogar erstaunlich melodiös daherkommen („In Silence“). Unterm Strich bleibt ein weiteres anständiges Black Metal-Werk, welches es, wie schon unzählige Platten zuvor, sehr schwer haben wird, sich in diesem von Schund und Schmutz auf der einen und qualitativ ausgezeichneter Truppen auf der anderen Seite bevölkerten Moloch namens Black Metal-Szene zu behaupten. Ein Anfang ist damit aber immerhin vollbracht…nun geht es an den Ausbau! 6.0 Punkte von Björn Springorum (am 12.03.2004)
|
|
Druckversion des Artikels: |
 |
|
Artikel an Kumpel versenden: |
 |
|
|
musikalischer Background des Verfassers Ganz klar aus dem frostig-kalten Black Metal kommend, jedoch ist eine starke Tendenz zu elektronischen Klängen harscher Natur und folkigen Klängen überaus sanfter Natur zu erkennen...fügt man nun noch eine Prise Yann Tiersen dazu...voila!
|
|
|
|
X Aktuelle Top6
1. Keep Of Kalessin "Kolossus"
2. Dornenreich "In Luft geritzt"
3. Moonsorrow "Tulimyrsky"
4. Alghazanth "Wreath Of Thevetat"
5. Coldworld "Melancholie2"
6. Häive "Mieli Maasa"
|
X Alltime-Klassix Top6
1. Dornenreich "Her von welken Nächten"
2. Burzum "Hvis Lyset Tar Oss"
3. Summoning "Dol Guldur"
4. Ulver "Bergtatt"
5. In Flames "Reroute To Remain"
6. Yann Tiersen "Die fabelhafte Welt der Amelie"
|
|
|
|
|
|
|
[ Seit dem 12.03.04 wurde der Artikel 5349 mal gelesen ]
|