Odes Of Ecstasy (Griechenland) "Deceitful Melody" CD
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Hellas! Bei Griechenland muß ich immer an Ouzo, Dimitri aus der Bullyparade und neuerdings auch an König Otto Rehagel von Bremen denken. Aber an Metal? Da fallen mir namentlich nur die mäßigen Thrasher von „Flames“ ein, die sich scheinbar ihrem Schicksal ergeben haben und uns alle vor weiteren Lärmattacken verschonen. Mit „Odes Of Ecstasy“ kommt auf dem tschechischen Label The End Records nun eine weitere Band aus Mousakka-Land. Noch überraschender, daß es sich nicht um Knüppel-Metal handelt (Seien wir doch mal ehrlich: Im Normalfall ist die erste Exotenband, von der man was hört eine Krachkapelle). Viel Geschwätz ohne über die „Deceitful Melody“ was zu sagen. Also, Odes bestehen seit 1993 und scheinen vor allem Crematory gerne gehört zu haben. Zumindest weißt der männliche "Gesang" (Gegrunze, Gestöhne oder was auch immer) zeigt doch große Parallelen mit den Wormsern in ihrer Frühphase (als sie noch hörbar waren) auf. Das liegt mitunter auch an der englischen Aussprache des Sängers. Ergänzend dazu kommt eine weibliche klassisch klare Opernstimme. Diese beiden extremen Gegenpole bilden das Spannungsfeld in dem sich teilweise sehr keyboardlastige, hochmelodische, aber harte Arrangements befinden. Eine sehr interessante Mischung, die durchaus Ansprüche an Eigenständigkeit und Wiedererkennbarkeit stellen kann. Das Songmaterial - das Wichtigste an einer CD – bewegt sich auch in einer überdurchschnittlichen Klasse, wobei der Titeltrack „Deceitful Melody“ schon internationales Format hat. Lediglich die Stimme von Sängerin Christina Maniati ist über die gesamte Distanz von 49 Minuten zu anstrengend. So schön ich hohe weibliche Stimmen im Metal finde, aber zumindest in Ansätzen sollte schon eine gewisse Klasse vorhanden sein. Einige Ausbrüche ins Schreien („Alex, was quieckt denn da so? Ach das ist die Sängerin !“) müssen nicht unbedingt sein und trügen den Hörgenuß. Wenn die Band dieses Manko noch ausbügeln kann bzw. die gute Christina ihre Potentiale voll ausschöpfen kann, dann sollten sich auch in Mitteleuropa Chancen für „Odes“ entwickeln. Ansonsten eine runde Angelegenheit. Kein Muß, aber ein sehr gutes Kann.
6 Punkte
Tracklist :
1.) Ignorance
2.) Deceitful Melody
3.) One With The Darkness
4.) The Floating City Of Sun
5.) The Conqueror Worm
6.) Abstract Thoughts
7.) Stigma
8.) In Despair
Die Band :
Christina Maniati – melodic vocals
Dimitris Bikos – guitar, brutal vocals
Nikos Baltas – guitar, brutal vocals
Joseph Nikou – bass
Nikos Simigiannis – drums
Savvas Dandoulakis – keyboards
6.0 Punkte von LEX (am 10.10.2001)
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musikalischer Background des Verfassers True-und Power-Metal, Viking/Pagan/Folk-Metal, Osteuropa und Exoten in jeglicher Form, Genreübergreifendes, auch mal Thrash oder Death und Black in melodischer Ausprägung sowie ein wenig Gothic und Punk.
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