Dies Ater (Deutschland) "Chanting Evil" CD
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Irgendwie hinterlassen Bands, welche eher durch stupide und zwiespältige Aussagen in Interviews, als durch erstklassige Musik aufzufallen wissen, stets einen recht bitteren Nachgeschmack bei mir. Im Falle von Dies Ater sieht es ähnlich aus, bekam es diese Band doch schon oftmals mit Anfeindungen, rechtsextremes Gedankengut zu vertreten, zu tun und konnte all diese Vorwürfe bezüglich einiger Aussagen nie ganz abschütteln. Vermutlich war dies ein Grund, warum ich der Band nie viel Beachtung geschenkt hatte, Fakt ist jedoch, dass die Berliner Truppe ebenjene mit Sicherheit verdient hätte, hat sie doch auch mit ihrem neuesten Werk „Chanting Evil“ ein überzeugendes Album abgeliefert, mit welchem ich mich hier näher beschäftigen will. Nach einem gelungenen und recht melodischen Keyboard-Intro stiegt das Quintett mit dem Titeltrack sogleich furios ins Geschehen ein und liefert schnellen, kalten und melodischen Black Metal in Höchstform ab, verpackt in ein standesgemäßes Soundgewand, in welchem die Drums zwar etwas zu laut sind, der Bass hingegen einfach nur genial klingt. Inspirationsquelle in diesem sowie in den folgenden Tracks dürften ganz klar die nördlichen Länder Europas sein, verbinden Dies Ater doch einerseits typische Elemente schwedischen Black Metals mit der einen oder anderen Ingredienz norwegischer Schwarzmetallkunst. Auch die folgenden Tracks strahlen enorm viel Atmosphäre aus, was auch geschickt eingesetzten ruhigen Momenten, in welchen Keyboards und akustische Gitarren die Macht übernehmen, zu verdanken ist, welche die schwarze Raserei für einen Moment aufhalten und Momente elegischer Ruhe heraufbeschwören. Klarer Minuspunkt an vorliegender Scheibe ist allerdings der klare männliche Gesang, klingt dieser doch absolut disharmonisch und will ganz und gar nicht ins Bild passen. Hier sollte sich die Band lieber auf genreübliches Kreischen, Schreien oder Wüten konzentrieren, denn das bekommt der Schreihals vom Dienst bereits ganz anständig hin! 7.0 Punkte von Björn Springorum (am 28.09.2003)
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musikalischer Background des Verfassers Ganz klar aus dem frostig-kalten Black Metal kommend, jedoch ist eine starke Tendenz zu elektronischen Klängen harscher Natur und folkigen Klängen überaus sanfter Natur zu erkennen...fügt man nun noch eine Prise Yann Tiersen dazu...voila!
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