Moonspell (Portugal) "The Antidote" CD
|
|
|
Weitere Infos zu Moonspell: |
|
Der Name Moonspell hat auch nach zehn Jahren und fünf Full Length Alben nichts von seiner Magie verloren. Die Portugiesen haben mit „Wolfheart“ und insbesondere „Irreligious“ zwei absolute Meilensteine des Gothic Metal abgeliefert. Auf „Sin / Pecado“ und dem unsäglichen „The Butterfly Effect“ verirrten sich die südländischen Düsterheimer zunächst in recht seichte, dann in industriell tosende Gewässer. Dennoch riss ich vor zwei Jahren meinem Händler das 2001er Album „Of Darkness And Hope“ mit feuchten Händen aus den Fingern und wurde mit einer prima CD belohnt, auf der sich Moonspell mit ihrer seit den Anfangstagen treuen Anhängerschar weitestgehend versöhnten. So waren die Erwartungen groß, als ich „The Antidote“ in den Player schob.
Machen wir es kurz. „The Antidote“ ist ein saugeiles Album geworden, dem ich lediglich das Fehlen von absoluten Genre Klassikern wie „Opium“ oder „Mephisto“ ankreide. Dieses liegt hauptsächlich an dem recht sperrigen Songwriting, das sich auf einem enorm hohen Niveau bewegt und Gassenhauer praktisch ausschließt. Dennoch sind die vorliegenden Kompositionen locker ausreichend, um die Mannen um Sänger Fernando Ribeiro an die Spitze der Gothic Metal Szene zurück zu bringen.
Gleich die ersten drei Songs werden Euch ein breites Grinsen in die Kauleiste drücken. „In and above men“ wird flott und brachial gespielt, glänzt mit einer hämmernden Double Bass Drum und hat vielleicht doch so etwas wie Hit Charakter. „From lowering skies“ beginnt mit südländischen Rhythmen, die eine Moonspell typische Strophe transportieren, bricht im Refrain jedoch wild aus. Die Singleauskopplung „Everything invaded“ hingegen gleicht einer diffus psychotischen Achterbahnfahrt. Moonspell gehen den auf „Of Darkness And Hope“ eingeschlagenen Weg weiter. Vorbei sind die Experimente mit Synthie oder Industrial Sounds. Wir bekommen wieder guten portugiesischen Düstermetal geboten. Dennoch gelingt es den Akteuren, den Songs mit traditionellen Mitteln moderne Impulse zu geben. Die Vorproduktion von Waldemar Sorychta war dabei sicher hilfreich. Hört Euch „The Southern Deathstyle“ an, und ihr wisst, was ich meine.
In der zweiten Hälfte der CD geht es deutlich ruhiger zu. Hier tummeln sich neben dem faszinierenden Titelsong das recht kommerzielle, an alte Tiamat erinnernde „Capricorn at her feet“ und das soundtrackmäßige „Lunar still“. „A walk on the darkside“ ist vorgängerkompatibel, hätte also auch auf „Of Darkness And Hope“ stehen können. Die hervorragende Scheibe endet schließlich mit zwei tanzbaren Nummern („Crystal Gazing“ und „As we eternally sleep on it“), die dennoch sehr anspruchsvoll komponiert und metallastig gespielt sind.
Ab dem 29. September 2003 steht das Teil in den Läden. Welcome back, Moonspell. Und zwar endgültig. 9.0 Punkte von Christian (am 18.09.2003)
|
|
Druckversion des Artikels: |
 |
|
Artikel an Kumpel versenden: |
 |
|
|
musikalischer Background des Verfassers Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
|
|
|
|
X Aktuelle Top6
1. Darkest Era "The Last Caress Of Light"
2. Doomsword "The Eternal Battle"
3. Volbeat "Beyond Hell / Above Heaven"
4. While Heaven Wept "Fear Of Infinity"
5. Alestorm "Back Through Time"
6. Mael Mordha "Manannán"
|
X Alltime-Klassix Top6
1. Manowar "Into glory ride"
2. Doomsword "Let battle commence"
3. Slayer "Reign in blood"
4. Iron Maiden "7th Son Of A 7th Son"
5. Black Sabbath "Mob Rules"
6. Volbeat "Guitar Gangsters & Cadillac Blood"
|
|
|
|
|
|
|
[ Seit dem 22.11.03 wurde der Artikel 5129 mal gelesen ]
|