L.A. Guns (USA) "Tales from the Strip" CD
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Die L.A. Guns gehören zu den wenigen Bands die durch ihr Erscheinungsbild und natürlich mit ihrer Musik eine Ära geprägt haben. Die Tage des L.A. Glam- und Sleaze-Metals sind zwar schon lange vorbei, aber ein paar wenige Protagonisten sind auch heute immer noch aktiv. Die Zeiten als sich Bands wie Ratt, Poison und natürlich Guns n’Roses die Clubs des Sunset Boulevards in Los Angeles geteilt haben, war sicherlich eine Hochzeit für Poser und Glamrocker. Für viele war die Frisur und das Aussehen wichtiger als die Musik. Ein Dinosaurier aus dieser Zeit sind eben die L.A. Guns, die seit ihres Bestehens es schon immer verstanden haben die Stile miteinander zu mischen. Hardrock und Punk waren die Hauptbestandteile aus denen sie es meisterhaft verstanden haben einen ganz eigenen Sound zu schaffen, der seines Gleichen suchte. Sie haben es zwar nie geschafft aus dem Schatten der Gunners hervorzutreten, aber beständiger sind sie alle Male.
Was erwartet nun den Hörer beim neuen Studioalbum? Zunächst einmal muss man anmerken, dass das komplette Album als Hommage an den Sunset Strip und die Clubszene, wie z.B. das Whiskey A-Go-Go, gedacht sind. Musikalisch hat sich die Band nach einigen musikalischen Entgleisungen wieder auf das Terrain begeben, dass sie einfach am besten kann. Dreckiger Streetrock mit einer leichten Punkattitüde steht heute wie damals auf dem Programm. Und sie machen ihre Sache auch heute immer noch gut. Sicherlich darf man keine Innovationen erwarten, aber der wahre Fan will das auch gar nicht. Sänger Phil Lewis, schon immer zusammen mit Tracii Guns das Aushängeschild gewesen, macht deutlich, dass er immer noch zu den Grossen des Genres gehört und seine britische Vergangenheit nie komplett abgelegt hat. Man mag sich nur an die Zeiten von Girl erinnern und jeder weiß wovon ich spreche. Songs wie der Opener „It don’t mean nothing“ oder „Gypsy soul“ rocken noch immer wie Hölle. Sicherlich merkt man in dem einen oder anderen Song das Fehlen von Tracii Guns, aber im Gesamteindruck fällt es nicht sonderlich ins Gewicht, sind die Songs doch immer straight und kicken Ass. Wer also mit den alten L.A. Guns etwas anfangen konnte und der glorreichen Zeit hinterher trauert, kann sich hier erneut auf eine Zeitreise begeben und im Lande der Spandexhosen und hochtoupierten Frisuren austoben.
Fazit: Der Spass steht hier eindeutig im Vordergrund und zeigt, dass die Band auch heute noch tolle Songs schreiben kann.
Tracks:
1. It don’t mean nothing
2. Electric neon sunset
3. Gypsy soul
4. Original sin
5. Vampire
6. Hollywood’s burning
7. 6.9 Earthshaker
8. Rox baby girl
9. Crazy motorcycle
10. Skin
11. Shame
12. Resurrection
13. Amanecer
14. (Can’t give you) Anything better than love
7.0 Punkte von Christoph (am 30.08.2005)
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musikalischer Background des Verfassers Melodicrock allgemein, AOR, True Metal, Prog-Metal
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