Solemnity (Deutschland) "Reign In Hell" CD
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Bescheidenheit ist mit Sicherheit keine Tugend des Augsburger Fünfers. Ob die Prophezeiungen im Bandinfo gerechtfertigt sind („..to conquer the throne of metal in the next decade“ etc.) sei mal bei der qualitativ hochwertigen schwermetallischen Konkurrenz aus eigenen Landen in den Raum gestellt. Schaut man sich dann noch die Namen der fünf Eroberer an, hat man schon vor dem ersten Hören den Eindruck, daß eine weitere Band versucht Manowar´s Altersteilzeit zu kompensieren. Dazu kommt noch das Cover von Ken Kelly (schaut euch den Fritzel auf dem Cover an und ratet mal für wen Kelly sonst die Cover entwirft!). Neben den erwähnten Kings of Metal führt die Band, die ihre Wurzeln klar im genialen 80er Metal sieht, bei ihren Einflüssen unter anderem auch Metal Church, Overkilll, die göttlichen Cirith Ungol und Forbidden auf. In dieser Schnittmenge bewegen sich die acht Tracks dieses Longplayers. Und: Diese CD ist Metal, wie ihn vor allem Fans der oben erwähnten Kapellen lieben werden. Treibende Drums und Gitarren, die sich in die Gehörgänge sägen. Dazu ein Sänger, der nicht wie Pu Yi´s Eunuchen klingt. Die Refrains sind allesamt eingängig und die mehrstimmigen eingegrölten Passagen passen zum Motiv eines kämpfenden Metalwarriors. „Chalice in Blood“, das vierte Stück des Longplayers fällt etwas aus diesem Rahmen raus, fängt es doch an wie eine verträumte Ballade, um dann mit einem heavy Refrain in einem schweren, hymnenhaften Stampfer zu münden. Ein Sahnestück. Danach geht es in altbewehrter Manier weiter: Tödliche Riffs mit Highspeed lassen auch die letzten 4 Stücken zu einem echten Hörgenuss werden. Besonders angetan und ein meiner Meinung nach traumhafter Schlussstrich ( Ein Hoch auf die neue Rechtschreibung "sss" sieht ja echt bescheiden aus!!!) ist Walpurgisnight (NEIN: Kein Running Wild-Cover). Wie die alten Blind Guardian und qualitativ locker an diesen Standard heranreichend. Dennoch: Die Trademarks dieser Scheibe bleiben auch hier klar umrissen: Riffs, Geschwindigkeit, Melodie und eine richtige Portion Härte.
Ein richtig gute Scheibe, die jeden Fan von ehrlichem Metal ansprechen muß.
8.0 Punkte von LEX (am 05.02.2002)
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musikalischer Background des Verfassers True-und Power-Metal, Viking/Pagan/Folk-Metal, Osteuropa und Exoten in jeglicher Form, Genreübergreifendes, auch mal Thrash oder Death und Black in melodischer Ausprägung sowie ein wenig Gothic und Punk.
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